Urbaner Wandel in Regensburg: neue Stadtviertel & Quartiere
Urbaner Wandel ab 2025: Neue Stadtviertel und Projekte in Regensburg
Wie Regensburg bis 2040 kompakter, gemischter und klimafit wird – und welche Vorhaben als Nächstes anstehen.
Regensburg-Plan 2040: Leitlinien für die nächsten Jahre
Bis 2040 setzt Regensburg auf die Stadt der kurzen Wege. In den kommenden Jahren werden neue und bestehende Quartiere so entwickelt, dass Alltagsziele zu Fuß, mit dem Rad oder per ÖPNV erreichbar sind. Geplant sind kompakte Strukturen, gemischte Nutzungen sowie klimaresiliente Freiräume und Gebäude.
- Kompakt: Innenentwicklung und effiziente Flächennutzung statt weiterer Zersiedelung.
- Gemischt: Wohnen, Versorgung, Bildung, Arbeit und Freizeit räumlich näher zusammenführen.
- Klimafit: Hitzeschutz, Regenwassermanagement, mehr Stadtgrün und energieeffiziente Bauweise.
Fachkonzepte zu Mobilität, Freiraum und bezahlbarem Wohnen werden schrittweise mit dem Stadtentwicklungsplan verzahnt, sodass Projekte ab 2025 bis 2040 koordiniert umgesetzt werden können.
Innerer Südosten: Nächste Schritte zum neuen Stadtquartier
Der „Innere Südosten“ bleibt ein zentraler Entwicklungsraum. In den kommenden Planungs- und Bauphasen werden bisher untergenutzte Flächen in lebendige Quartiere mit sozialer Infrastruktur, Grünräumen und wohnungsnahen Angeboten überführt.
- Wohnraum mit Fokus auf bezahlbares Wohnen und soziale Mischung wird priorisiert.
- Freiräume werden entsiegelt, begrünt und als Aufenthaltsorte ausgebaut (Schatten, Sitzgelegenheiten, Spiel- und Sportflächen).
- Quartiersmanagement und Beteiligungsformate werden fortgeführt, um Wege, Plätze und Angebote gemeinsam mit Bewohnenden zu gestalten.
- Die Anbindung an Bus, Bahn, Rad- und Fußwege wird so ausgebaut, dass Alltagsziele ohne Auto erreichbar sind.
Regionale Mobilität: Vom Takt zum Netzwerk
Für Stadt und Umland sind abgestimmte Mobilitätsmaßnahmen vorgesehen, um Pendelströme zu entlasten und den Umweltverbund zu stärken.
- ÖPNV: Dichtere und verlässliche Takte sowie bessere Verknüpfungspunkte zwischen Bus und Bahn.
- Radverkehr: Direkte, sichere Achsen und komfortable Knotenpunkte an Haltestellen.
- Intermodalität: Park-&Ride- und Bike-&Ride-Angebote, um Fahrten in die Innenstadt zu reduzieren.
- Stadtentwicklung: Dichtere, gemischte Quartiere entlang leistungsfähiger ÖPNV-Korridore.
Diese Maßnahmen werden schrittweise in Projekte übersetzt, sodass sich Kapazitäten und Qualität über mehrere Jahre spürbar verbessern.
Altstadt und Smart City: Daten als Planungsgrundlage
In der Altstadt wird die Datenerfassung über anonyme Frequenzsensorik fortgeführt und punktuell erweitert. Die Ergebnisse fließen in künftige Entscheidungen zu Aufenthaltsqualität, Erreichbarkeit und Veranstaltungen ein.
- Bedarfsgerechte Platzgestaltung: Mehr Schatten, Begrünung und Sitzmöglichkeiten an stark frequentierten Orten.
- Verkehrslenkung: Feinjustierung von ÖPNV-Angeboten und Fußwegeverbindungen auf Basis realer Nutzung.
- Übertragbarkeit: Erkenntnisse aus der Altstadt werden auf weitere Quartiere angewandt, um öffentliche Räume gezielt zu verbessern.
- Datenschutz: Es werden ausschließlich aggregierte, anonymisierte Daten genutzt.
Walkability: Gehen als Standard im Alltag
Künftige Aufwertungen konzentrieren sich auf die fußläufige Erreichbarkeit alltäglicher Ziele und die Qualität des öffentlichen Raums.
- Komfortable Querungen, klare Wegführung und sichere Schulwege.
- Aufwertung von Knotenpunkten mit Beleuchtung, Begrünung und Sitzgelegenheiten.
- Aktive Erdgeschosszonen und kurze Distanzen zwischen Wohnen, Versorgung und Freizeit.
- Verknüpfung mit dem Rad- und ÖPNV-Netz, um Umstiegsketten nahtlos zu gestalten.
Die Ergebnisse neuer Analysen zur Begehbarkeit werden genutzt, um Maßnahmen nach Wirkung und Bedarf zu priorisieren.
Beteiligung, Wohnen, öffentlicher Raum: Was als Nächstes zählt
Regensburg plant die fortgesetzte Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure, damit künftige Quartiere soziale Mischung, Qualität und Alltagstauglichkeit bieten.
- Boden- und Vergabestrategien mit Qualitätskriterien für Nutzungsmischung und Nachhaltigkeit.
- Quartiersgaragen und flächeneffiziente Lösungen, um Straßenraum für Grün, Spiel und Begegnung freizuspielen.
- Soziale Infrastruktur (Kitas, Schulen, Nachbarschaftstreffs) wird früh mitgeplant.
- Monitoring: Indikatoren zu Klimaresilienz, Mobilität und Aufenthaltsqualität steuern die Umsetzung.
So geht es weiter: Was Sie in den nächsten Jahren erwarten können
- Planungsbeschlüsse und Wettbewerbe für Teilbereiche im Inneren Südosten, gefolgt von ersten Bauabschnitten.
- Schrittweise Taktverdichtungen und Knotenpunktaufwertungen im ÖPNV, ergänzt um sichere Radachsen.
- Pilotflächen in der Altstadt mit zusätzlicher Begrünung und Hitzevorsorge, evaluiert durch Smart-City-Daten.
- Quartiersbezogene Maßnahmen zur Begehbarkeit: bessere Querungen, klare Wege, möblierte Aufenthaltsorte.
- Kontinuierliche Bürgerdialoge zu Nutzungsmischung, Freiraumqualitäten und Mobilität.
Quellen und weiterführende Informationen
- Stadt Regensburg — Regensburg-Plan 2040 — Überblick und Beschlussunterlagen (accessed 2025-12-31)
- Stadt Regensburg — ISEK/ Rahmenplan Innerer Südosten — Entwicklungskonzept und nächste Schritte (accessed 2025-12-31)
- Stadt Regensburg — Smart City „Neue Horizonte“ — Pilotorte, Datennutzung, Datenschutz (accessed 2025-12-31)
- Stadt/Region Regensburg — Regionales Mobilitätskonzept — Maßnahmenbündel für Stadt und Umland (accessed 2025-12-31)
- BBSR — Stadt der kurzen Wege — Hintergründe zu Nutzungsmischung, Mobilität und Resilienz (accessed 2025-12-31)




