
Regensburg
Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg, Deutschland
Institut für Ostrecht e. V. | Regensburg & Bibliothek
Das Institut für Ostrecht e. V. in Regensburg ist eine wissenschaftlich profilierte Einrichtung mit langer Geschichte, klarer Forschungsaufgabe und einer besonderen Stellung im Regensburger Wissenschaftsnetzwerk. Wer nach dem IOR sucht, sucht meist nicht nur einen Namen, sondern eine Institution mit Substanz: Forschung zu den Rechtsordnungen Osteuropas, fundierte Publikationen, eine spezialisierte Bibliothek, wissenschaftliche Veranstaltungen und eine enge Anbindung an die Universität Regensburg. Seit der Verlagerung aus München nach Regensburg im Jahr 2007 hat sich der Standort zu einem wichtigen Knotenpunkt für Osteuropa- und Rechtsforschung entwickelt. Heute sitzt das Institut in der Landshuter Straße 4, arbeitet im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa Regensburg und ist seit 2026 zusätzlich An-Institut der Universität Regensburg. Damit verbindet das IOR historische Kontinuität mit aktueller wissenschaftlicher Präsenz, genau das macht es für Forschende, Studierende und Fachleute gleichermaßen interessant. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/))
Institut für Ostrecht: Von München nach Regensburg
Das Institut für Ostrecht wurde 1957 von Prof. Reinhard Maurach als rechtsfähiger Verein gegründet. Die offizielle Geschichte des Hauses betont, dass diese Gründung in gewisser Weise als Fortsetzung der Abteilung Recht des außeruniversitären Osteuropa-Instituts Breslau verstanden werden kann, das von 1918 bis 1944 bestand. Damit steht das Institut von Beginn an in einer langen Traditionslinie der osteuropabezogenen Rechtsforschung, die nicht bei einzelnen Ländern oder Einzelfragen stehen bleibt, sondern Rechtsentwicklung, Rechtspraxis und Rechtswissenschaft als zusammenhängenden Forschungsraum begreift. Jahrzehntelang war das IOR in München angesiedelt. Dort entwickelte es seine fachliche Identität, bevor 2007 der Umzug nach Regensburg erfolgte. Dieser Schritt war kein bloßer Ortswechsel, sondern Teil einer größeren Neuordnung der außeruniversitären Osteuropaforschung in Bayern. Zusammen mit anderen Münchener Einrichtungen der Osteuropaforschung zog das IOR nach Regensburg und beteiligte sich an der Gründung des interdisziplinären Wissenschaftszentrums Ost- und Südosteuropa Regensburg, kurz WiOS. Damit wurde der Standort Regensburg zum institutionellen Mittelpunkt einer breiteren Forschungslandschaft, in der Rechtswissenschaft, Geschichte, Philologien und Sozialwissenschaften enger zusammenarbeiten. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ueber-uns/geschichte/))
Die heutige Adresse unterstreicht diese Entwicklung: Das Institut befindet sich in der Landshuter Straße 4 in Regensburg; im Impressum ist zusätzlich Gebäude 44 genannt. In der historischen Darstellung wird ausdrücklich erwähnt, dass die Räume nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt liegen, was den Standort für Besucherinnen und Besucher gut erreichbar macht. Inhaltlich ist der Weg nach Regensburg auch deshalb bedeutsam, weil das Institut dort nicht isoliert arbeitet, sondern in ein akademisches Umfeld eingebettet ist, das seine Tätigkeit deutlich verstärkt. Die offizielle Seite beschreibt die Beziehung zur Universität Regensburg seit 2007 als enge und seit 2026 als noch einmal institutionell aufgewertet, denn seitdem darf sich das Institut als An-Institut der Universität Regensburg bezeichnen. Für die Außendarstellung ist das wichtig: Das IOR ist kein Veranstaltungszentrum mit Ticketlogik, sondern ein spezialisiertes Forschungsinstitut, dessen Stärke in Kontinuität, Expertise und Vernetzung liegt. Genau diese Mischung aus Geschichte, Standort und wissenschaftlicher Anschlussfähigkeit prägt seinen heutigen Charakter. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ueber-uns/))
Länderreferate, Gutachten und internationale rechtliche Zusammenarbeit
Der Kern der Arbeit des Instituts für Ostrecht liegt in der systematischen Erforschung der Rechtssysteme in den ehemals sozialistischen Staaten Osteuropas. Die offizielle Selbstdarstellung nennt ausdrücklich nicht nur die Rechtsordnung selbst, sondern auch Rechtspraxis und Rechtswissenschaft als Untersuchungsgegenstände. Das ist wichtig, weil das IOR damit nicht nur Normtexte liest, sondern die Entstehung, Anwendung und Entwicklung des Rechts in einem größeren sozialen und politischen Zusammenhang betrachtet. Zu den Aufgaben des Instituts gehören außerdem die Verbreitung der Forschungsergebnisse in Deutschland und im Ausland, die Teilnahme an der internationalen rechtlichen Zusammenarbeit sowie die Stärkung des wissenschaftlichen Erfahrungsaustauschs und der internationalen Beziehungen auf allen Gebieten des Rechtswesens. Hinzu kommen flächendeckende Grundlagenforschung und Projektforschung, das Sammeln von Rechtsliteratur aus und über den Forschungsraum, die Erstellung von Rechtsgutachten für Gerichte, Behörden, Unternehmen und Private sowie die Erteilung von Auskünften über das Recht osteuropäischer Staaten. Diese Kombination macht das Institut zu einer Schnittstelle zwischen akademischer Forschung und praktischer Rechtsinformation. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/))
Besonders charakteristisch ist die Gliederung in Länderreferate. Das Institut folgt damit einer Tradition, die bis zur Abteilung Recht des Osteuropa-Instituts Breslau zurückreicht. Die offizielle Website beschreibt diese Struktur als synoptisch-geografische Erforschung der Rechtsentwicklung in Osteuropa, die in dieser Form in der Welt einzigartig sei. Praktisch bedeutet das: Die Länderreferentinnen und Länderreferenten sind ausgewiesene Spezialisten für die Rechtsordnungen der von ihnen beobachteten Staaten, sprechen die Sprachen ihres Forschungsraums fließend und verfügen über tiefe Rechts- und Landeskenntnisse. Auf der Website werden zahlreiche Länderreferate genannt, darunter Belarus, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kaukasus, Kosovo, Kroatien, Republik Moldau, Montenegro, Nordmakedonien, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, die Ukraine, Ungarn und Zentralasien. Diese Breite erklärt, warum das Institut inhaltlich so viele unterschiedliche Rechtsentwicklungen abdecken kann. Gerade für Fragen rund um osteuropäisches Recht, Rechtsvergleichung und aktuelle Entwicklungen ist das IOR damit ein fachlich stark spezialisiertes Zentrum. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/))
Bibliothek und Lesesaal im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa
Ein zentrales Merkmal des Instituts für Ostrecht ist seine Bibliothek. Sie ist nicht als klassische Ausleihbibliothek konzipiert, sondern als Präsenz- und Freihandbibliothek mit wissenschaftlichem Schwerpunkt. Auf der Bibliotheksseite wird beschrieben, dass das Institut juristische Fachliteratur aus und über Osteuropa sammelt und über Jahrzehnte eine Sammlung aufgebaut hat, die zu den größten ihrer Art in der Bundesrepublik zählt und manche in Deutschland einmalige Werke enthält. Ende 2020 umfasste die Bibliothek etwa 31.000 monographische Einheiten. Hinzu kommt ein besonders wichtiger infrastruktureller Vorteil: Das Institut für Ostrecht und das Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg betreiben einen gemeinsamen Lesesaal, der Nutzerinnen und Nutzern offensteht. Die Bibliothek ist außerdem dem Bibliotheksverbund Bayern angeschlossen und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Bibliotheken und Dokumentationsstellen der Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung. Für Forschende bedeutet das eine belastbare Einbettung in die bibliothekarische Fachlandschaft. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/bibliothek/))
Für die Nutzung sind die Regeln klar: Ausleihe und Fernleihe sind nicht möglich, weil die Bestände als Präsenzsammlung geführt werden. Dafür stehen im Lesesaal Arbeitsplätze zur Verfügung, eigene Laptops und Scanner können grundsätzlich benutzt werden, und kostenpflichtige Kopien oder Kopienbestellungen sind möglich. Wer in den Beständen recherchiert, findet den größten Teil elektronisch im Regensburger Katalog nachgewiesen; für ältere Bestände können papierbasierte Kataloge im Institut konsultiert werden. Inhaltlich konzentriert sich die Sammlung auf rechtswissenschaftliche Literatur, während die Kooperation mit den übrigen Bibliotheken des Wissenschaftszentrums Doppelanschaffungen vermeidet und Synergien schafft. Besonders interessant ist der Umfang der Gesetz-, Verordnungs- und Verkündungsblätter, die etwa für Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Jugoslawien, Kosovo, Kroatien, Österreich, Montenegro, Nordmakedonien, Polen, Rumänien, Russland und Serbien dokumentiert werden. Wer also das Institut für Ostrecht nicht nur als Name, sondern als Arbeitsort verstehen will, muss die Bibliothek mitdenken: Sie ist das Rückgrat des wissenschaftlichen Profils. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/bibliothek/))
Publikationen des Instituts für Ostrecht: Jahrbuch, WiRO und Chroniken
Die Publikationsarbeit ist für das Institut für Ostrecht ebenso prägend wie die Forschung selbst. Auf der offiziellen Seite werden mehrere eigene Publikationsreihen genannt: die Studien des Instituts für Ostrecht, das Jahrbuch für Ostrecht, das Handbuch Wirtschaft und Recht in Osteuropa sowie die monatlich erscheinende Chronik der Rechtsentwicklung in Osteuropa und die Chronik der Rechtsprechung in Osteuropa. Darüber hinaus ist das Institut Herausgeber der Fachzeitschrift Wirtschaft und Recht in Osteuropa, kurz WiRO. Diese Titel zeigen sehr gut, wie das IOR arbeitet: nicht nur mit Einzelbeiträgen, sondern mit laufenden, systematisch aufgebauten Formaten, die Rechtsentwicklung dokumentieren, einordnen und für eine Fachöffentlichkeit zugänglich machen. Gerade die Kombination aus wissenschaftlicher Tiefe und regelmäßiger Aktualisierung ist für eine Einrichtung mit Osteuropa-Fokus besonders wertvoll, weil sich Rechtslagen, Gesetzgebungen und Rechtsprechung in den beobachteten Staaten oft dynamisch verändern. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/forschung/publikationen/))
Das Jahrbuch für Ostrecht ist die traditionsreichste dieser Reihen. Seit seiner Gründung 1957 veröffentlicht das Institut dieses Jahrbuch, das Aufsätze zu aktuellen Rechtsfragen in Osteuropa einschließlich ihrer Bezüge zum Völker- und Europarecht, kommentierte Dokumentationen wichtiger Gesetze und Gerichtsentscheidungen, Gutachten des IOR sowie Rezensionen enthält. Seit 1979 bietet es zusätzlich einen länderweise gegliederten Überblick über die Rechtsentwicklung des Vorjahres. Beiträge erscheinen in deutscher, englischer und französischer Sprache, was den internationalen Anspruch unterstreicht. Die Redaktion betont außerdem, dass nicht nur über Osteuropa berichtet wird, sondern auch Autorinnen und Autoren aus der Region selbst zu Wort kommen sollen. Seit 1994 wird das Jahrbuch beim Verlag C.H. Beck verlegt; bis 2018 erschien es in zwei Halbbänden pro Jahr, seit 2019 in einem Heft pro Jahr. Wer sich mit osteuropäischem Recht ernsthaft beschäftigen möchte, findet hier eine der wichtigsten laufenden Quellen des Instituts. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/forschung/publikationen/jahrbuch-fuer-ostrecht/))
Ausbildung, Nachwuchsförderung und Veranstaltungen
Obwohl das Institut für Ostrecht eine außeruniversitäre Einrichtung ist und damit primär der Forschung verpflichtet bleibt, spielt die Ausbildung eine deutliche Rolle. Die offizielle Ausbildungsseite erklärt, dass der wissenschaftliche Leiter und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts regelmäßig Lehrveranstaltungen an in- und ausländischen Universitäten halten. Außerdem ist das IOR in der Ausbildung von Rechtsreferendarinnen und -referendaren, Praktikantinnen und Praktikanten sowie in der Betreuung von Dissertationen, Masterarbeiten und ähnlichen wissenschaftlichen Arbeiten aktiv. Dass das Institut Mitglied der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien der Universität Regensburg ist, zeigt zusätzlich, wie stark Nachwuchsförderung und wissenschaftliche Vernetzung zusammenspielen. Für Studierende und Nachwuchsforschende ist das IOR daher nicht nur ein Ort der Lektüre, sondern auch ein Ort der akademischen Begleitung. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ausbildung/))
Hinzu kommt eine lebendige Veranstaltungsarbeit. Auf der Startseite des Instituts werden regelmäßig aktuelle Meldungen zu Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Konferenzen und Fachbeiträgen veröffentlicht. Beispielhaft ist die hybride Podiumsdiskussion „Georgia at a Crossroads: Recent Legislation, Rule of Law and Geopolitical Perspectives“, die am 30. Juni 2026 gemeinsam mit der Universität Regensburg und der Katholischen Hochschulgemeinde Regensburg veranstaltet wurde und vor Ort in der Landshuter Straße 4 sowie online stattfand. Auch andere aktuelle Beiträge zeigen, dass das Institut sich mit Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Osteuropa und aktuellen Reformprozessen beschäftigt und diese Themen öffentlich diskutiert. Besonders sichtbar wird das auch an laufenden Drittmittelprojekten wie „Restorative Justice in der Ukraine“ oder „Stabile Rechtsordnungen auf dem Westlichen Balkan“. Dadurch bleibt das Institut nicht in der historischen Analyse stehen, sondern verbindet Forschung, Öffentlichkeit und Gegenwart. Wer nach einer akademisch fundierten Einrichtung mit Osteuropa-Kompetenz sucht, findet hier also ein Institut, das nicht nur archiviert und publiziert, sondern auch aktiv debattiert und vermittelt. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/))
Adresse, Kontakt und praktische Hinweise
Für die praktische Orientierung ist die Kontaktseite des Instituts eindeutig: Das Institut für Ostrecht e. V. liegt in der Landshuter Straße 4 in 93047 Regensburg; im Impressum wird zusätzlich Gebäude 44 genannt. Dort sind auch Telefonnummer, Fax und E-Mail-Adresse hinterlegt, was die Kontaktaufnahme für wissenschaftliche Anfragen, Bibliotheksfragen oder allgemeine Rückmeldungen erleichtert. Die historische Darstellung ergänzt, dass der Standort nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt liegt. Für Besucherinnen und Besucher ist das besonders hilfreich, weil das Institut dadurch nicht nur fachlich, sondern auch logistisch gut angebunden ist. Wer einen Termin im IOR hat, sollte also vor allem die zentrale Regensburger Lage und die Nähe zum Bahnhof im Blick behalten. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ueber-uns/))
Praktisch wichtig ist außerdem, dass das IOR nicht als klassische Event-Location mit Saalplan und Ticketverkauf funktioniert. Seine Stärke liegt vielmehr im wissenschaftlichen Alltag: Bibliothek, Lesesaal, Gutachten, Publikationen, Veranstaltungen und Kooperationen. Auf der offiziellen Website werden vor allem die institutionelle Anbindung, die Forschungsaktivitäten und die Kontaktmöglichkeiten hervorgehoben. Konkrete Besucherparkplätze werden dort nicht in den Vordergrund gestellt; wer anreist, orientiert sich daher am besten an der zentralen Lage in Regensburg und der guten Erreichbarkeit über den Hauptbahnhof. Für Suchende, die nach „Institut für Ostrecht München“ oder „Institut für Ostrecht Regensburg“ suchen, ist genau diese Kombination aus Namensgeschichte und aktuellem Standort wichtig: Das Institut trägt die historische Münchener Herkunft im Namen und arbeitet heute als Regensburger Forschungsinstitut mit bundesweiter und internationaler Ausstrahlung. So wird aus einer Adresse ein fachlicher Bezugspunkt, der weit über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung hat. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ueber-uns/))
Quellen:
- Institut für Ostrecht - Startseite
- Institut für Ostrecht - Über uns
- Institut für Ostrecht - Geschichte
- Institut für Ostrecht - Bibliothek
- Institut für Ostrecht - Publikationen
- Institut für Ostrecht - Jahrbuch für Ostrecht
- Institut für Ostrecht - Ausbildung
- WiOS Regensburg - Bibliothek und gemeinsamer Lesesaal
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Institut für Ostrecht e. V. | Regensburg & Bibliothek
Das Institut für Ostrecht e. V. in Regensburg ist eine wissenschaftlich profilierte Einrichtung mit langer Geschichte, klarer Forschungsaufgabe und einer besonderen Stellung im Regensburger Wissenschaftsnetzwerk. Wer nach dem IOR sucht, sucht meist nicht nur einen Namen, sondern eine Institution mit Substanz: Forschung zu den Rechtsordnungen Osteuropas, fundierte Publikationen, eine spezialisierte Bibliothek, wissenschaftliche Veranstaltungen und eine enge Anbindung an die Universität Regensburg. Seit der Verlagerung aus München nach Regensburg im Jahr 2007 hat sich der Standort zu einem wichtigen Knotenpunkt für Osteuropa- und Rechtsforschung entwickelt. Heute sitzt das Institut in der Landshuter Straße 4, arbeitet im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa Regensburg und ist seit 2026 zusätzlich An-Institut der Universität Regensburg. Damit verbindet das IOR historische Kontinuität mit aktueller wissenschaftlicher Präsenz, genau das macht es für Forschende, Studierende und Fachleute gleichermaßen interessant. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/))
Institut für Ostrecht: Von München nach Regensburg
Das Institut für Ostrecht wurde 1957 von Prof. Reinhard Maurach als rechtsfähiger Verein gegründet. Die offizielle Geschichte des Hauses betont, dass diese Gründung in gewisser Weise als Fortsetzung der Abteilung Recht des außeruniversitären Osteuropa-Instituts Breslau verstanden werden kann, das von 1918 bis 1944 bestand. Damit steht das Institut von Beginn an in einer langen Traditionslinie der osteuropabezogenen Rechtsforschung, die nicht bei einzelnen Ländern oder Einzelfragen stehen bleibt, sondern Rechtsentwicklung, Rechtspraxis und Rechtswissenschaft als zusammenhängenden Forschungsraum begreift. Jahrzehntelang war das IOR in München angesiedelt. Dort entwickelte es seine fachliche Identität, bevor 2007 der Umzug nach Regensburg erfolgte. Dieser Schritt war kein bloßer Ortswechsel, sondern Teil einer größeren Neuordnung der außeruniversitären Osteuropaforschung in Bayern. Zusammen mit anderen Münchener Einrichtungen der Osteuropaforschung zog das IOR nach Regensburg und beteiligte sich an der Gründung des interdisziplinären Wissenschaftszentrums Ost- und Südosteuropa Regensburg, kurz WiOS. Damit wurde der Standort Regensburg zum institutionellen Mittelpunkt einer breiteren Forschungslandschaft, in der Rechtswissenschaft, Geschichte, Philologien und Sozialwissenschaften enger zusammenarbeiten. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ueber-uns/geschichte/))
Die heutige Adresse unterstreicht diese Entwicklung: Das Institut befindet sich in der Landshuter Straße 4 in Regensburg; im Impressum ist zusätzlich Gebäude 44 genannt. In der historischen Darstellung wird ausdrücklich erwähnt, dass die Räume nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt liegen, was den Standort für Besucherinnen und Besucher gut erreichbar macht. Inhaltlich ist der Weg nach Regensburg auch deshalb bedeutsam, weil das Institut dort nicht isoliert arbeitet, sondern in ein akademisches Umfeld eingebettet ist, das seine Tätigkeit deutlich verstärkt. Die offizielle Seite beschreibt die Beziehung zur Universität Regensburg seit 2007 als enge und seit 2026 als noch einmal institutionell aufgewertet, denn seitdem darf sich das Institut als An-Institut der Universität Regensburg bezeichnen. Für die Außendarstellung ist das wichtig: Das IOR ist kein Veranstaltungszentrum mit Ticketlogik, sondern ein spezialisiertes Forschungsinstitut, dessen Stärke in Kontinuität, Expertise und Vernetzung liegt. Genau diese Mischung aus Geschichte, Standort und wissenschaftlicher Anschlussfähigkeit prägt seinen heutigen Charakter. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ueber-uns/))
Länderreferate, Gutachten und internationale rechtliche Zusammenarbeit
Der Kern der Arbeit des Instituts für Ostrecht liegt in der systematischen Erforschung der Rechtssysteme in den ehemals sozialistischen Staaten Osteuropas. Die offizielle Selbstdarstellung nennt ausdrücklich nicht nur die Rechtsordnung selbst, sondern auch Rechtspraxis und Rechtswissenschaft als Untersuchungsgegenstände. Das ist wichtig, weil das IOR damit nicht nur Normtexte liest, sondern die Entstehung, Anwendung und Entwicklung des Rechts in einem größeren sozialen und politischen Zusammenhang betrachtet. Zu den Aufgaben des Instituts gehören außerdem die Verbreitung der Forschungsergebnisse in Deutschland und im Ausland, die Teilnahme an der internationalen rechtlichen Zusammenarbeit sowie die Stärkung des wissenschaftlichen Erfahrungsaustauschs und der internationalen Beziehungen auf allen Gebieten des Rechtswesens. Hinzu kommen flächendeckende Grundlagenforschung und Projektforschung, das Sammeln von Rechtsliteratur aus und über den Forschungsraum, die Erstellung von Rechtsgutachten für Gerichte, Behörden, Unternehmen und Private sowie die Erteilung von Auskünften über das Recht osteuropäischer Staaten. Diese Kombination macht das Institut zu einer Schnittstelle zwischen akademischer Forschung und praktischer Rechtsinformation. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/))
Besonders charakteristisch ist die Gliederung in Länderreferate. Das Institut folgt damit einer Tradition, die bis zur Abteilung Recht des Osteuropa-Instituts Breslau zurückreicht. Die offizielle Website beschreibt diese Struktur als synoptisch-geografische Erforschung der Rechtsentwicklung in Osteuropa, die in dieser Form in der Welt einzigartig sei. Praktisch bedeutet das: Die Länderreferentinnen und Länderreferenten sind ausgewiesene Spezialisten für die Rechtsordnungen der von ihnen beobachteten Staaten, sprechen die Sprachen ihres Forschungsraums fließend und verfügen über tiefe Rechts- und Landeskenntnisse. Auf der Website werden zahlreiche Länderreferate genannt, darunter Belarus, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kaukasus, Kosovo, Kroatien, Republik Moldau, Montenegro, Nordmakedonien, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, die Ukraine, Ungarn und Zentralasien. Diese Breite erklärt, warum das Institut inhaltlich so viele unterschiedliche Rechtsentwicklungen abdecken kann. Gerade für Fragen rund um osteuropäisches Recht, Rechtsvergleichung und aktuelle Entwicklungen ist das IOR damit ein fachlich stark spezialisiertes Zentrum. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/))
Bibliothek und Lesesaal im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa
Ein zentrales Merkmal des Instituts für Ostrecht ist seine Bibliothek. Sie ist nicht als klassische Ausleihbibliothek konzipiert, sondern als Präsenz- und Freihandbibliothek mit wissenschaftlichem Schwerpunkt. Auf der Bibliotheksseite wird beschrieben, dass das Institut juristische Fachliteratur aus und über Osteuropa sammelt und über Jahrzehnte eine Sammlung aufgebaut hat, die zu den größten ihrer Art in der Bundesrepublik zählt und manche in Deutschland einmalige Werke enthält. Ende 2020 umfasste die Bibliothek etwa 31.000 monographische Einheiten. Hinzu kommt ein besonders wichtiger infrastruktureller Vorteil: Das Institut für Ostrecht und das Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg betreiben einen gemeinsamen Lesesaal, der Nutzerinnen und Nutzern offensteht. Die Bibliothek ist außerdem dem Bibliotheksverbund Bayern angeschlossen und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Bibliotheken und Dokumentationsstellen der Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung. Für Forschende bedeutet das eine belastbare Einbettung in die bibliothekarische Fachlandschaft. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/bibliothek/))
Für die Nutzung sind die Regeln klar: Ausleihe und Fernleihe sind nicht möglich, weil die Bestände als Präsenzsammlung geführt werden. Dafür stehen im Lesesaal Arbeitsplätze zur Verfügung, eigene Laptops und Scanner können grundsätzlich benutzt werden, und kostenpflichtige Kopien oder Kopienbestellungen sind möglich. Wer in den Beständen recherchiert, findet den größten Teil elektronisch im Regensburger Katalog nachgewiesen; für ältere Bestände können papierbasierte Kataloge im Institut konsultiert werden. Inhaltlich konzentriert sich die Sammlung auf rechtswissenschaftliche Literatur, während die Kooperation mit den übrigen Bibliotheken des Wissenschaftszentrums Doppelanschaffungen vermeidet und Synergien schafft. Besonders interessant ist der Umfang der Gesetz-, Verordnungs- und Verkündungsblätter, die etwa für Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Jugoslawien, Kosovo, Kroatien, Österreich, Montenegro, Nordmakedonien, Polen, Rumänien, Russland und Serbien dokumentiert werden. Wer also das Institut für Ostrecht nicht nur als Name, sondern als Arbeitsort verstehen will, muss die Bibliothek mitdenken: Sie ist das Rückgrat des wissenschaftlichen Profils. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/bibliothek/))
Publikationen des Instituts für Ostrecht: Jahrbuch, WiRO und Chroniken
Die Publikationsarbeit ist für das Institut für Ostrecht ebenso prägend wie die Forschung selbst. Auf der offiziellen Seite werden mehrere eigene Publikationsreihen genannt: die Studien des Instituts für Ostrecht, das Jahrbuch für Ostrecht, das Handbuch Wirtschaft und Recht in Osteuropa sowie die monatlich erscheinende Chronik der Rechtsentwicklung in Osteuropa und die Chronik der Rechtsprechung in Osteuropa. Darüber hinaus ist das Institut Herausgeber der Fachzeitschrift Wirtschaft und Recht in Osteuropa, kurz WiRO. Diese Titel zeigen sehr gut, wie das IOR arbeitet: nicht nur mit Einzelbeiträgen, sondern mit laufenden, systematisch aufgebauten Formaten, die Rechtsentwicklung dokumentieren, einordnen und für eine Fachöffentlichkeit zugänglich machen. Gerade die Kombination aus wissenschaftlicher Tiefe und regelmäßiger Aktualisierung ist für eine Einrichtung mit Osteuropa-Fokus besonders wertvoll, weil sich Rechtslagen, Gesetzgebungen und Rechtsprechung in den beobachteten Staaten oft dynamisch verändern. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/forschung/publikationen/))
Das Jahrbuch für Ostrecht ist die traditionsreichste dieser Reihen. Seit seiner Gründung 1957 veröffentlicht das Institut dieses Jahrbuch, das Aufsätze zu aktuellen Rechtsfragen in Osteuropa einschließlich ihrer Bezüge zum Völker- und Europarecht, kommentierte Dokumentationen wichtiger Gesetze und Gerichtsentscheidungen, Gutachten des IOR sowie Rezensionen enthält. Seit 1979 bietet es zusätzlich einen länderweise gegliederten Überblick über die Rechtsentwicklung des Vorjahres. Beiträge erscheinen in deutscher, englischer und französischer Sprache, was den internationalen Anspruch unterstreicht. Die Redaktion betont außerdem, dass nicht nur über Osteuropa berichtet wird, sondern auch Autorinnen und Autoren aus der Region selbst zu Wort kommen sollen. Seit 1994 wird das Jahrbuch beim Verlag C.H. Beck verlegt; bis 2018 erschien es in zwei Halbbänden pro Jahr, seit 2019 in einem Heft pro Jahr. Wer sich mit osteuropäischem Recht ernsthaft beschäftigen möchte, findet hier eine der wichtigsten laufenden Quellen des Instituts. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/forschung/publikationen/jahrbuch-fuer-ostrecht/))
Ausbildung, Nachwuchsförderung und Veranstaltungen
Obwohl das Institut für Ostrecht eine außeruniversitäre Einrichtung ist und damit primär der Forschung verpflichtet bleibt, spielt die Ausbildung eine deutliche Rolle. Die offizielle Ausbildungsseite erklärt, dass der wissenschaftliche Leiter und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts regelmäßig Lehrveranstaltungen an in- und ausländischen Universitäten halten. Außerdem ist das IOR in der Ausbildung von Rechtsreferendarinnen und -referendaren, Praktikantinnen und Praktikanten sowie in der Betreuung von Dissertationen, Masterarbeiten und ähnlichen wissenschaftlichen Arbeiten aktiv. Dass das Institut Mitglied der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien der Universität Regensburg ist, zeigt zusätzlich, wie stark Nachwuchsförderung und wissenschaftliche Vernetzung zusammenspielen. Für Studierende und Nachwuchsforschende ist das IOR daher nicht nur ein Ort der Lektüre, sondern auch ein Ort der akademischen Begleitung. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ausbildung/))
Hinzu kommt eine lebendige Veranstaltungsarbeit. Auf der Startseite des Instituts werden regelmäßig aktuelle Meldungen zu Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Konferenzen und Fachbeiträgen veröffentlicht. Beispielhaft ist die hybride Podiumsdiskussion „Georgia at a Crossroads: Recent Legislation, Rule of Law and Geopolitical Perspectives“, die am 30. Juni 2026 gemeinsam mit der Universität Regensburg und der Katholischen Hochschulgemeinde Regensburg veranstaltet wurde und vor Ort in der Landshuter Straße 4 sowie online stattfand. Auch andere aktuelle Beiträge zeigen, dass das Institut sich mit Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Osteuropa und aktuellen Reformprozessen beschäftigt und diese Themen öffentlich diskutiert. Besonders sichtbar wird das auch an laufenden Drittmittelprojekten wie „Restorative Justice in der Ukraine“ oder „Stabile Rechtsordnungen auf dem Westlichen Balkan“. Dadurch bleibt das Institut nicht in der historischen Analyse stehen, sondern verbindet Forschung, Öffentlichkeit und Gegenwart. Wer nach einer akademisch fundierten Einrichtung mit Osteuropa-Kompetenz sucht, findet hier also ein Institut, das nicht nur archiviert und publiziert, sondern auch aktiv debattiert und vermittelt. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/))
Adresse, Kontakt und praktische Hinweise
Für die praktische Orientierung ist die Kontaktseite des Instituts eindeutig: Das Institut für Ostrecht e. V. liegt in der Landshuter Straße 4 in 93047 Regensburg; im Impressum wird zusätzlich Gebäude 44 genannt. Dort sind auch Telefonnummer, Fax und E-Mail-Adresse hinterlegt, was die Kontaktaufnahme für wissenschaftliche Anfragen, Bibliotheksfragen oder allgemeine Rückmeldungen erleichtert. Die historische Darstellung ergänzt, dass der Standort nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt liegt. Für Besucherinnen und Besucher ist das besonders hilfreich, weil das Institut dadurch nicht nur fachlich, sondern auch logistisch gut angebunden ist. Wer einen Termin im IOR hat, sollte also vor allem die zentrale Regensburger Lage und die Nähe zum Bahnhof im Blick behalten. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ueber-uns/))
Praktisch wichtig ist außerdem, dass das IOR nicht als klassische Event-Location mit Saalplan und Ticketverkauf funktioniert. Seine Stärke liegt vielmehr im wissenschaftlichen Alltag: Bibliothek, Lesesaal, Gutachten, Publikationen, Veranstaltungen und Kooperationen. Auf der offiziellen Website werden vor allem die institutionelle Anbindung, die Forschungsaktivitäten und die Kontaktmöglichkeiten hervorgehoben. Konkrete Besucherparkplätze werden dort nicht in den Vordergrund gestellt; wer anreist, orientiert sich daher am besten an der zentralen Lage in Regensburg und der guten Erreichbarkeit über den Hauptbahnhof. Für Suchende, die nach „Institut für Ostrecht München“ oder „Institut für Ostrecht Regensburg“ suchen, ist genau diese Kombination aus Namensgeschichte und aktuellem Standort wichtig: Das Institut trägt die historische Münchener Herkunft im Namen und arbeitet heute als Regensburger Forschungsinstitut mit bundesweiter und internationaler Ausstrahlung. So wird aus einer Adresse ein fachlicher Bezugspunkt, der weit über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung hat. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ueber-uns/))
Quellen:
- Institut für Ostrecht - Startseite
- Institut für Ostrecht - Über uns
- Institut für Ostrecht - Geschichte
- Institut für Ostrecht - Bibliothek
- Institut für Ostrecht - Publikationen
- Institut für Ostrecht - Jahrbuch für Ostrecht
- Institut für Ostrecht - Ausbildung
- WiOS Regensburg - Bibliothek und gemeinsamer Lesesaal
Institut für Ostrecht e. V. | Regensburg & Bibliothek
Das Institut für Ostrecht e. V. in Regensburg ist eine wissenschaftlich profilierte Einrichtung mit langer Geschichte, klarer Forschungsaufgabe und einer besonderen Stellung im Regensburger Wissenschaftsnetzwerk. Wer nach dem IOR sucht, sucht meist nicht nur einen Namen, sondern eine Institution mit Substanz: Forschung zu den Rechtsordnungen Osteuropas, fundierte Publikationen, eine spezialisierte Bibliothek, wissenschaftliche Veranstaltungen und eine enge Anbindung an die Universität Regensburg. Seit der Verlagerung aus München nach Regensburg im Jahr 2007 hat sich der Standort zu einem wichtigen Knotenpunkt für Osteuropa- und Rechtsforschung entwickelt. Heute sitzt das Institut in der Landshuter Straße 4, arbeitet im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa Regensburg und ist seit 2026 zusätzlich An-Institut der Universität Regensburg. Damit verbindet das IOR historische Kontinuität mit aktueller wissenschaftlicher Präsenz, genau das macht es für Forschende, Studierende und Fachleute gleichermaßen interessant. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/))
Institut für Ostrecht: Von München nach Regensburg
Das Institut für Ostrecht wurde 1957 von Prof. Reinhard Maurach als rechtsfähiger Verein gegründet. Die offizielle Geschichte des Hauses betont, dass diese Gründung in gewisser Weise als Fortsetzung der Abteilung Recht des außeruniversitären Osteuropa-Instituts Breslau verstanden werden kann, das von 1918 bis 1944 bestand. Damit steht das Institut von Beginn an in einer langen Traditionslinie der osteuropabezogenen Rechtsforschung, die nicht bei einzelnen Ländern oder Einzelfragen stehen bleibt, sondern Rechtsentwicklung, Rechtspraxis und Rechtswissenschaft als zusammenhängenden Forschungsraum begreift. Jahrzehntelang war das IOR in München angesiedelt. Dort entwickelte es seine fachliche Identität, bevor 2007 der Umzug nach Regensburg erfolgte. Dieser Schritt war kein bloßer Ortswechsel, sondern Teil einer größeren Neuordnung der außeruniversitären Osteuropaforschung in Bayern. Zusammen mit anderen Münchener Einrichtungen der Osteuropaforschung zog das IOR nach Regensburg und beteiligte sich an der Gründung des interdisziplinären Wissenschaftszentrums Ost- und Südosteuropa Regensburg, kurz WiOS. Damit wurde der Standort Regensburg zum institutionellen Mittelpunkt einer breiteren Forschungslandschaft, in der Rechtswissenschaft, Geschichte, Philologien und Sozialwissenschaften enger zusammenarbeiten. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ueber-uns/geschichte/))
Die heutige Adresse unterstreicht diese Entwicklung: Das Institut befindet sich in der Landshuter Straße 4 in Regensburg; im Impressum ist zusätzlich Gebäude 44 genannt. In der historischen Darstellung wird ausdrücklich erwähnt, dass die Räume nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt liegen, was den Standort für Besucherinnen und Besucher gut erreichbar macht. Inhaltlich ist der Weg nach Regensburg auch deshalb bedeutsam, weil das Institut dort nicht isoliert arbeitet, sondern in ein akademisches Umfeld eingebettet ist, das seine Tätigkeit deutlich verstärkt. Die offizielle Seite beschreibt die Beziehung zur Universität Regensburg seit 2007 als enge und seit 2026 als noch einmal institutionell aufgewertet, denn seitdem darf sich das Institut als An-Institut der Universität Regensburg bezeichnen. Für die Außendarstellung ist das wichtig: Das IOR ist kein Veranstaltungszentrum mit Ticketlogik, sondern ein spezialisiertes Forschungsinstitut, dessen Stärke in Kontinuität, Expertise und Vernetzung liegt. Genau diese Mischung aus Geschichte, Standort und wissenschaftlicher Anschlussfähigkeit prägt seinen heutigen Charakter. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ueber-uns/))
Länderreferate, Gutachten und internationale rechtliche Zusammenarbeit
Der Kern der Arbeit des Instituts für Ostrecht liegt in der systematischen Erforschung der Rechtssysteme in den ehemals sozialistischen Staaten Osteuropas. Die offizielle Selbstdarstellung nennt ausdrücklich nicht nur die Rechtsordnung selbst, sondern auch Rechtspraxis und Rechtswissenschaft als Untersuchungsgegenstände. Das ist wichtig, weil das IOR damit nicht nur Normtexte liest, sondern die Entstehung, Anwendung und Entwicklung des Rechts in einem größeren sozialen und politischen Zusammenhang betrachtet. Zu den Aufgaben des Instituts gehören außerdem die Verbreitung der Forschungsergebnisse in Deutschland und im Ausland, die Teilnahme an der internationalen rechtlichen Zusammenarbeit sowie die Stärkung des wissenschaftlichen Erfahrungsaustauschs und der internationalen Beziehungen auf allen Gebieten des Rechtswesens. Hinzu kommen flächendeckende Grundlagenforschung und Projektforschung, das Sammeln von Rechtsliteratur aus und über den Forschungsraum, die Erstellung von Rechtsgutachten für Gerichte, Behörden, Unternehmen und Private sowie die Erteilung von Auskünften über das Recht osteuropäischer Staaten. Diese Kombination macht das Institut zu einer Schnittstelle zwischen akademischer Forschung und praktischer Rechtsinformation. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/))
Besonders charakteristisch ist die Gliederung in Länderreferate. Das Institut folgt damit einer Tradition, die bis zur Abteilung Recht des Osteuropa-Instituts Breslau zurückreicht. Die offizielle Website beschreibt diese Struktur als synoptisch-geografische Erforschung der Rechtsentwicklung in Osteuropa, die in dieser Form in der Welt einzigartig sei. Praktisch bedeutet das: Die Länderreferentinnen und Länderreferenten sind ausgewiesene Spezialisten für die Rechtsordnungen der von ihnen beobachteten Staaten, sprechen die Sprachen ihres Forschungsraums fließend und verfügen über tiefe Rechts- und Landeskenntnisse. Auf der Website werden zahlreiche Länderreferate genannt, darunter Belarus, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kaukasus, Kosovo, Kroatien, Republik Moldau, Montenegro, Nordmakedonien, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, die Ukraine, Ungarn und Zentralasien. Diese Breite erklärt, warum das Institut inhaltlich so viele unterschiedliche Rechtsentwicklungen abdecken kann. Gerade für Fragen rund um osteuropäisches Recht, Rechtsvergleichung und aktuelle Entwicklungen ist das IOR damit ein fachlich stark spezialisiertes Zentrum. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/))
Bibliothek und Lesesaal im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa
Ein zentrales Merkmal des Instituts für Ostrecht ist seine Bibliothek. Sie ist nicht als klassische Ausleihbibliothek konzipiert, sondern als Präsenz- und Freihandbibliothek mit wissenschaftlichem Schwerpunkt. Auf der Bibliotheksseite wird beschrieben, dass das Institut juristische Fachliteratur aus und über Osteuropa sammelt und über Jahrzehnte eine Sammlung aufgebaut hat, die zu den größten ihrer Art in der Bundesrepublik zählt und manche in Deutschland einmalige Werke enthält. Ende 2020 umfasste die Bibliothek etwa 31.000 monographische Einheiten. Hinzu kommt ein besonders wichtiger infrastruktureller Vorteil: Das Institut für Ostrecht und das Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg betreiben einen gemeinsamen Lesesaal, der Nutzerinnen und Nutzern offensteht. Die Bibliothek ist außerdem dem Bibliotheksverbund Bayern angeschlossen und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Bibliotheken und Dokumentationsstellen der Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung. Für Forschende bedeutet das eine belastbare Einbettung in die bibliothekarische Fachlandschaft. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/bibliothek/))
Für die Nutzung sind die Regeln klar: Ausleihe und Fernleihe sind nicht möglich, weil die Bestände als Präsenzsammlung geführt werden. Dafür stehen im Lesesaal Arbeitsplätze zur Verfügung, eigene Laptops und Scanner können grundsätzlich benutzt werden, und kostenpflichtige Kopien oder Kopienbestellungen sind möglich. Wer in den Beständen recherchiert, findet den größten Teil elektronisch im Regensburger Katalog nachgewiesen; für ältere Bestände können papierbasierte Kataloge im Institut konsultiert werden. Inhaltlich konzentriert sich die Sammlung auf rechtswissenschaftliche Literatur, während die Kooperation mit den übrigen Bibliotheken des Wissenschaftszentrums Doppelanschaffungen vermeidet und Synergien schafft. Besonders interessant ist der Umfang der Gesetz-, Verordnungs- und Verkündungsblätter, die etwa für Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Jugoslawien, Kosovo, Kroatien, Österreich, Montenegro, Nordmakedonien, Polen, Rumänien, Russland und Serbien dokumentiert werden. Wer also das Institut für Ostrecht nicht nur als Name, sondern als Arbeitsort verstehen will, muss die Bibliothek mitdenken: Sie ist das Rückgrat des wissenschaftlichen Profils. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/bibliothek/))
Publikationen des Instituts für Ostrecht: Jahrbuch, WiRO und Chroniken
Die Publikationsarbeit ist für das Institut für Ostrecht ebenso prägend wie die Forschung selbst. Auf der offiziellen Seite werden mehrere eigene Publikationsreihen genannt: die Studien des Instituts für Ostrecht, das Jahrbuch für Ostrecht, das Handbuch Wirtschaft und Recht in Osteuropa sowie die monatlich erscheinende Chronik der Rechtsentwicklung in Osteuropa und die Chronik der Rechtsprechung in Osteuropa. Darüber hinaus ist das Institut Herausgeber der Fachzeitschrift Wirtschaft und Recht in Osteuropa, kurz WiRO. Diese Titel zeigen sehr gut, wie das IOR arbeitet: nicht nur mit Einzelbeiträgen, sondern mit laufenden, systematisch aufgebauten Formaten, die Rechtsentwicklung dokumentieren, einordnen und für eine Fachöffentlichkeit zugänglich machen. Gerade die Kombination aus wissenschaftlicher Tiefe und regelmäßiger Aktualisierung ist für eine Einrichtung mit Osteuropa-Fokus besonders wertvoll, weil sich Rechtslagen, Gesetzgebungen und Rechtsprechung in den beobachteten Staaten oft dynamisch verändern. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/forschung/publikationen/))
Das Jahrbuch für Ostrecht ist die traditionsreichste dieser Reihen. Seit seiner Gründung 1957 veröffentlicht das Institut dieses Jahrbuch, das Aufsätze zu aktuellen Rechtsfragen in Osteuropa einschließlich ihrer Bezüge zum Völker- und Europarecht, kommentierte Dokumentationen wichtiger Gesetze und Gerichtsentscheidungen, Gutachten des IOR sowie Rezensionen enthält. Seit 1979 bietet es zusätzlich einen länderweise gegliederten Überblick über die Rechtsentwicklung des Vorjahres. Beiträge erscheinen in deutscher, englischer und französischer Sprache, was den internationalen Anspruch unterstreicht. Die Redaktion betont außerdem, dass nicht nur über Osteuropa berichtet wird, sondern auch Autorinnen und Autoren aus der Region selbst zu Wort kommen sollen. Seit 1994 wird das Jahrbuch beim Verlag C.H. Beck verlegt; bis 2018 erschien es in zwei Halbbänden pro Jahr, seit 2019 in einem Heft pro Jahr. Wer sich mit osteuropäischem Recht ernsthaft beschäftigen möchte, findet hier eine der wichtigsten laufenden Quellen des Instituts. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/forschung/publikationen/jahrbuch-fuer-ostrecht/))
Ausbildung, Nachwuchsförderung und Veranstaltungen
Obwohl das Institut für Ostrecht eine außeruniversitäre Einrichtung ist und damit primär der Forschung verpflichtet bleibt, spielt die Ausbildung eine deutliche Rolle. Die offizielle Ausbildungsseite erklärt, dass der wissenschaftliche Leiter und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts regelmäßig Lehrveranstaltungen an in- und ausländischen Universitäten halten. Außerdem ist das IOR in der Ausbildung von Rechtsreferendarinnen und -referendaren, Praktikantinnen und Praktikanten sowie in der Betreuung von Dissertationen, Masterarbeiten und ähnlichen wissenschaftlichen Arbeiten aktiv. Dass das Institut Mitglied der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien der Universität Regensburg ist, zeigt zusätzlich, wie stark Nachwuchsförderung und wissenschaftliche Vernetzung zusammenspielen. Für Studierende und Nachwuchsforschende ist das IOR daher nicht nur ein Ort der Lektüre, sondern auch ein Ort der akademischen Begleitung. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ausbildung/))
Hinzu kommt eine lebendige Veranstaltungsarbeit. Auf der Startseite des Instituts werden regelmäßig aktuelle Meldungen zu Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Konferenzen und Fachbeiträgen veröffentlicht. Beispielhaft ist die hybride Podiumsdiskussion „Georgia at a Crossroads: Recent Legislation, Rule of Law and Geopolitical Perspectives“, die am 30. Juni 2026 gemeinsam mit der Universität Regensburg und der Katholischen Hochschulgemeinde Regensburg veranstaltet wurde und vor Ort in der Landshuter Straße 4 sowie online stattfand. Auch andere aktuelle Beiträge zeigen, dass das Institut sich mit Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Osteuropa und aktuellen Reformprozessen beschäftigt und diese Themen öffentlich diskutiert. Besonders sichtbar wird das auch an laufenden Drittmittelprojekten wie „Restorative Justice in der Ukraine“ oder „Stabile Rechtsordnungen auf dem Westlichen Balkan“. Dadurch bleibt das Institut nicht in der historischen Analyse stehen, sondern verbindet Forschung, Öffentlichkeit und Gegenwart. Wer nach einer akademisch fundierten Einrichtung mit Osteuropa-Kompetenz sucht, findet hier also ein Institut, das nicht nur archiviert und publiziert, sondern auch aktiv debattiert und vermittelt. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/))
Adresse, Kontakt und praktische Hinweise
Für die praktische Orientierung ist die Kontaktseite des Instituts eindeutig: Das Institut für Ostrecht e. V. liegt in der Landshuter Straße 4 in 93047 Regensburg; im Impressum wird zusätzlich Gebäude 44 genannt. Dort sind auch Telefonnummer, Fax und E-Mail-Adresse hinterlegt, was die Kontaktaufnahme für wissenschaftliche Anfragen, Bibliotheksfragen oder allgemeine Rückmeldungen erleichtert. Die historische Darstellung ergänzt, dass der Standort nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt liegt. Für Besucherinnen und Besucher ist das besonders hilfreich, weil das Institut dadurch nicht nur fachlich, sondern auch logistisch gut angebunden ist. Wer einen Termin im IOR hat, sollte also vor allem die zentrale Regensburger Lage und die Nähe zum Bahnhof im Blick behalten. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ueber-uns/))
Praktisch wichtig ist außerdem, dass das IOR nicht als klassische Event-Location mit Saalplan und Ticketverkauf funktioniert. Seine Stärke liegt vielmehr im wissenschaftlichen Alltag: Bibliothek, Lesesaal, Gutachten, Publikationen, Veranstaltungen und Kooperationen. Auf der offiziellen Website werden vor allem die institutionelle Anbindung, die Forschungsaktivitäten und die Kontaktmöglichkeiten hervorgehoben. Konkrete Besucherparkplätze werden dort nicht in den Vordergrund gestellt; wer anreist, orientiert sich daher am besten an der zentralen Lage in Regensburg und der guten Erreichbarkeit über den Hauptbahnhof. Für Suchende, die nach „Institut für Ostrecht München“ oder „Institut für Ostrecht Regensburg“ suchen, ist genau diese Kombination aus Namensgeschichte und aktuellem Standort wichtig: Das Institut trägt die historische Münchener Herkunft im Namen und arbeitet heute als Regensburger Forschungsinstitut mit bundesweiter und internationaler Ausstrahlung. So wird aus einer Adresse ein fachlicher Bezugspunkt, der weit über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung hat. ([ostrecht.de](https://www.ostrecht.de/ueber-uns/))
Quellen:
- Institut für Ostrecht - Startseite
- Institut für Ostrecht - Über uns
- Institut für Ostrecht - Geschichte
- Institut für Ostrecht - Bibliothek
- Institut für Ostrecht - Publikationen
- Institut für Ostrecht - Jahrbuch für Ostrecht
- Institut für Ostrecht - Ausbildung
- WiOS Regensburg - Bibliothek und gemeinsamer Lesesaal
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