Schloss St. Emmeram, Thurn und Taxis
(4250 Bewertungen)

Regensburg

Emmeramspl. 5, 93047 Regensburg, Deutschland

Schloss St. Emmeram | Führung & Tickets

Schloss St. Emmeram in Regensburg ist eine der außergewöhnlichsten Adressen für Kultur-, Geschichts- und Eventbesuche in Bayern. Der Gebäudekomplex liegt im Süden der Altstadt, ist bis heute Wohnsitz der fürstlichen Familie Thurn und Taxis und gilt mit weit über 500 Räumen als das größte privat bewohnte Schloss Deutschlands. Seine ältesten Bauteile reichen in das 12. Jahrhundert zurück, doch die Geschichte des Ortes beginnt noch früher mit der Klostergründung am Grab des hl. Emmeram um das Jahr 800. Wer heute hierherkommt, betritt also nicht nur ein Schloss, sondern einen Ort, an dem sich Klostertradition, höfische Repräsentation, privates Wohnen und museale Vermittlung auf engstem Raum begegnen. Genau diese Mischung macht Schloss St. Emmeram so attraktiv für Gäste, die echte historische Substanz statt bloßer Kulisse suchen. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/informieren/schloss-st-emmeram))

Führungen, Tickets und Öffnungszeiten in Schloss St. Emmeram

Der Besuch des Schlosses ist klar strukturiert und für unterschiedliche Interessen gut planbar. Die Prunkräume und der Kreuzgang können ausschließlich im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Laut offizieller Besuchsseite finden die Führungen täglich um 10.30 Uhr, 12.30 Uhr, 14.30 Uhr und 16.30 Uhr statt. Die Führung dauert 90 Minuten und wird auf Deutsch angeboten; englische Audioguides sind an der Museumskasse erhältlich. Für Einzelgäste werden die Tickets über den Online-Ticketshop gebucht, der jeweils wochenweise in überschaubaren Zeiträumen freigeschaltet wird. Wer lieber spontan entscheidet, kann Eintrittskarten auch vor Ort im Gloria-Shop kaufen, der täglich von 10.00 bis 16.30 Uhr geöffnet ist. Damit ist Schloss St. Emmeram sowohl für geplante Kulturreisen als auch für einen flexiblen Altstadtbesuch geeignet. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/entdecken/besuch-schloss-st-emmeram))

Auch Gruppen werden gut abgeholt: Eigene Führungen können angefragt werden, wenn die Anfrage mindestens drei Wochen vor dem gewünschten Termin per E-Mail oder über das Kontaktformular gestellt wird. Die maximale Gruppengröße liegt bei 35 Personen, größere Gruppen werden aufgeteilt. Für die Museumsbereiche gibt es außerdem klare Preisstrukturen: Die reguläre Schlossführung kostet 17,00 Euro, ermäßigt 14,00 Euro, und Kinder bis 10 Jahre erhalten in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. Wichtig für die Planung ist zudem, dass Online-Tickets nicht zurückerstattet werden. Für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen weist der Betreiber offen darauf hin, dass die Fürstlichen Museen nur eingeschränkt geeignet sind, weil in allen Bereichen Stufen zu überwinden sind und in den Prunkräumen keine Sitzmöglichkeiten vorhanden sind. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/entdecken/besuch-schloss-st-emmeram))

Geschichte von St. Emmeram und der Familie Thurn und Taxis

Die historische Tiefe von Schloss St. Emmeram ist einer der Hauptgründe, warum dieser Ort so stark nachwirkt. Der heutige Schlosskomplex entstand aus der Reichsabtei St. Emmeram, einem der bedeutendsten Benediktinerklöster Europas. Im Jahr 1812 erhielt das Fürstenhaus Thurn und Taxis die säkularisierte Klosteranlage im Zuge der Entschädigung des Königreichs Bayern für den Verlust des Postmonopols. Aus diesem Erbe entwickelte sich in rund 100 Jahren Um- und Neubauphase die heutige Stammresidenz der Familie. Der Südflügel, der 1883 vollendet wurde, gilt als der letzte Schlossbau Bayerns und ist von der Fürst-Anselm-Allee aus besonders gut zu sehen. Auch der Schlosspark spielt eine wichtige Rolle, denn die Anlage ist in einen von Carl von Effner gestalteten Englischen Landschaftspark eingebettet. So verbindet St. Emmeram klösterliche Ursprünge, fürstliche Repräsentation und Landschaftsarchitektur zu einem geschlossenen Denkmalensemble. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/informieren/schloss-st-emmeram))

Die Familie Thurn und Taxis prägt den Ort bis heute. Auf der offiziellen Website wird Fürst Albert II. als 12. Fürst von Thurn und Taxis genannt, während die Geschichte der Familie bis ins frühe 12. Jahrhundert zurückgeführt wird. Das Haus Taxis gilt seit 1490 als Erfinder des modernen Postwesens, was erklärt, warum der Name weit über Regensburg hinaus bekannt ist. Gleichzeitig ist Schloss St. Emmeram mehr als ein genealogisches Symbol: Es ist ein lebendiger Familiensitz, ein Museumsstandort und ein Ort, an dem Besucher die Kontinuität von Wohnkultur, Herrschaftsgeschichte und öffentlicher Vermittlung erleben können. Genau diese Doppelrolle aus privatem Schloss und zugänglicher Kulturstätte verleiht dem Ort eine besondere Spannung, die sich weder in einem reinen Museum noch in einem klassischen Adelssitz vollständig wiederfinden lässt. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/informieren/schloss-st-emmeram))

Die Prunkräume: Marmortreppe, Ballsaal, Silbersaal und Wintergarten

Die Prunkräume sind der Teil von Schloss St. Emmeram, in dem die fürstliche Repräsentation besonders deutlich wird. Der Einstieg erfolgt über das prachtvolle Marmortreppenhaus im Südflügel, das die Gäste in die Residenz führt und in neorenaissancezeitlicher Form an die Antike anknüpft. Im Ballsaal, der auch als Barocksaal bezeichnet wird, verdichtet sich die festliche Idee des Schlosses: Der Saal ist 190 Quadratmeter groß, über sieben Meter hoch und verbindet Rokoko-Elemente aus dem Frankfurter Palais der Thurn und Taxis mit neorokokohen Ergänzungen zu einer rauschenden Festarchitektur. Der Raum ist damit nicht nur architektonisch eindrucksvoll, sondern erklärt auch, warum große gesellschaftliche Anlässe im Hause Thurn und Taxis bis heute einen so festen Platz haben. Der Südflügel, in dem diese Räume liegen, wurde von Max Schultze entworfen und ist zugleich der letzte Schlossbau Bayerns. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/entdecken/die-prunkraeume))

Mindestens ebenso reizvoll sind die kleineren, atmosphärischen Räume, in denen sich die persönliche Note des Schlosses zeigt. Der Silbersaal, auch Silbersalon genannt, orientiert sich am Vorbild des Blauen Kabinetts in der Amalienburg; Erbprinzessin Helene, die Schwester von Kaiserin Elisabeth, ließ ihn 1873 gestalten, um sich an ihre Kindheit zu erinnern. Im Wintergarten begegnet man wiederum einer anderen Stimmung: Hier werden Frühling, Sommer und Herbst bildlich dargestellt, Pflanzenfarben sollten den Winter bunter erscheinen lassen, und im Raum wurde Tee getrunken. Diese Inszenierung ist typisch für Schloss St. Emmeram, weil sie nicht nur Pracht vorführt, sondern Empfindung, Erinnerung und Symbolik mit der Architektur verbindet. Besucher erhalten dadurch einen sehr lebendigen Eindruck davon, wie sich höfische Wohnkultur zwischen Repräsentation und persönlichem Geschmack entwickelte. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/entdecken/die-prunkraeume))

Kreuzgang, Gruftkapelle und die klösterliche Vergangenheit

Der Kreuzgang ist der Teil des Ensembles, in dem die klösterliche Herkunft des Ortes am deutlichsten spürbar bleibt. Die offizielle Darstellung beschreibt St. Emmeram als einen Ort, der bis 1810 eines der bedeutendsten abendländischen Benediktinerklöster war. Der bauliche Charakter der alten Reichsabtei hat sich bis heute erhalten, sodass man im Wechsel von Prunkräumen und Kreuzgang zwei sehr verschiedene Welten erlebt: oben die höfische Festarchitektur, unten die mönchische Ruhe. Die Klostergründung um das Jahr 800 am Grab des Frankenbischofs Emmeram bildet dabei den historischen Ausgangspunkt. Über viele Jahrhunderte hinweg gehörte das Kloster zu den wichtigsten kulturellen Pflegestätten in Europa, in denen christlicher Glaube ebenso wie Kunst und Wissenschaft Raum fanden. Die Säkularisation im Jahr 1810 beendete diese Tradition, aber sie löschte sie nicht aus, sondern machte sie in der heutigen Museumsnutzung erneut sichtbar. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/entdecken/der-kreuzgang))

Ein besonderes Highlight im Kreuzgang ist die Gruftkapelle. Sie wurde in den Jahren 1835 bis 1841 von Fürst Maximilian Karl im mittelalterlichen Kreuzgarten errichtet und gilt als bedeutendstes neugotisches Fürstenmausoleum des deutschen Historismus. Im lichtdurchfluteten Chor steht die aus weißem Carraramarmor gemeißelte Christusfigur von Johann Heinrich Dannecker, die dem Raum eine konzentrierte, fast kontemplative Wirkung verleiht. Ebenfalls bemerkenswert ist das Benediktusportal im Westflügel, eines der schönsten hochgotischen Portale Regensburgs. Es diente den Äbten als Zugang zur Basilika; seit 1812 betritt die fürstliche Familie hier bei besonderen Anlässen die Kirche. So wird im Kreuzgang nicht nur Vergangenheit bewahrt, sondern ein verbindendes Ritual sichtbar gemacht, das bis heute auf das historische Selbstverständnis des Hauses verweist. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/entdecken/der-kreuzgang))

Schatzkammer, Marstall und die Museumsbereiche im Schloss

Wer sich für Kunsthandwerk, Hofkultur und Sammlungen interessiert, findet in der Schatzkammer und im Marstall zwei besonders gehaltvolle Bereiche. Im Fürstlichen Schloss St. Emmeram ist seit 1998 neben den Schauräumen ein Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums eingerichtet. In der nördlichen Stallgasse des alten Marstalls werden herausragende Objekte aus den Kunstsammlungen des Fürstenhauses gezeigt, die der Freistaat Bayern 1993 erwarb. Die Sammlung umfasst erlesene Möbel, feinstes Porzellan, Gold- und Silberarbeiten, eine außergewöhnliche Serie wertvoller Schnupftabaksdosen und weitere Pretiosen aus dem Umfeld eines der führenden Geschlechter des europäischen Hochadels. Damit gewinnt der Besucher nicht nur ästhetische Eindrücke, sondern auch ein konkretes Bild davon, wie materieller Glanz, Repräsentation und Alltag am fürstlichen Hof miteinander verbunden waren. ([regensburg.de](https://www.regensburg.de/museen/unsere-museen/weitere-museen/fuerstliche-schatzkammer-und-marstall))

Der Marstall selbst ist ein weiterer Schlüssel zum Verständnis des Schlosses. Errichtet wurde er zwischen 1829 und 1832 vom Baumeister Jean-Baptiste Métivier; er besteht aus den Stallflügeln für die Pferde und einer 600 Quadratmeter großen Reithalle, die mit figürlicher Ausstattung von Ludwig von Schwanthaler versehen wurde. Das Marstallmuseum gilt als Museum von europäischem Rang und zeigt eine umfangreiche Sammlung an Kutschen, Schlitten, Sänften und Tragsesseln aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Dazu kommen Galageschirr, Reitzubehör sowie Hoflivreen und Musikinstrumente des Hofmarschallamtes. Gerade diese Kombination macht den Rundgang so anschaulich: Besucher sehen nicht nur schöne Objekte, sondern verstehen, wie aufwendig eine fürstliche Hofhaltung organisiert war. In Verbindung mit Schloss, Kreuzgang und Schatzkammer entsteht so ein sehr vollständiges Bild des Hauses Thurn und Taxis, das weit über reine Dekoration hinausgeht. ([regensburg.de](https://www.regensburg.de/museen/unsere-museen/weitere-museen/fuerstliche-schatzkammer-und-marstall))

Schlossfestspiele, Romantischer Weihnachtsmarkt und Anfahrt

Schloss St. Emmeram ist nicht nur ein Ort der historischen Besichtigung, sondern auch eine Bühne für große Veranstaltungen. Zu den absoluten Höhepunkten zählen seit 2003 die Thurn und Taxis Schlossfestspiele, die auf der offiziellen Website inzwischen unter den zehn besten Festspielen Europas eingeordnet werden. Jährlich im Juli kommen mehr als 30.000 Besucher ins Schloss, um Konzerte und Aufführungen in einer außergewöhnlichen Kulisse zu erleben. Für 2026 nennt der Betreiber die Termine vom 10. bis 19. Juli. Das Besondere an diesem Format ist die Verbindung aus internationaler Musik, denkmalgeschützter Architektur und einer Atmosphäre, die weder eine moderne Konzerthalle noch ein reiner Hofgarten bieten kann. Der Schlosshof und die umliegende Anlage werden dabei zu einem Kulturraum, der die historische Wirkung des Ortes in die Gegenwart übersetzt und zugleich neue Zielgruppen anspricht. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/erleben/schlossfestspiele))

Im Advent übernimmt der Romantische Weihnachtsmarkt dieselbe Rolle mit völlig anderer Stimmung. Der Schlosshof bildet in den Adventswochen die zauberhafte Kulisse für Kunsthandwerk aus der Region, musikalische Darbietungen, weihnachtliche Vorlesungen, Kinderprogramm und kulinarische Schmankerl. Für 2026 ist der Markt vom 20.11. bis 23.12. angekündigt. Damit gehört er zu den festen saisonalen Suchanlässen, die viele Besucher bereits im Voraus planen. Praktisch ist auch die Lage des Schlosses: Die Anfahrtsseite nennt Emmeramsplatz 5 in 93047 Regensburg und beschreibt das Areal als eingebettet in den Grüngürtel rund um die Altstadt, nur wenige Gehminuten vom Dom, der Steinernen Brücke und dem Hauptbahnhof entfernt. Für die Anreise ist das ein großer Vorteil, weil der Ort zentral liegt und sich gut mit einem Altstadtbesuch kombinieren lässt. Eine eigene, offizielle Besucherparkplatz-Angabe findet sich auf der Anfahrtsseite nicht; Regensburg empfiehlt für die Innenstadt generell die Nutzung von Parkhäusern, Park-and-Ride oder die Anreise zu Fuß und mit dem ÖPNV. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/erleben/romantischer-weihnachtsmarkt))

Quellen:

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Schloss St. Emmeram | Führung & Tickets

Schloss St. Emmeram in Regensburg ist eine der außergewöhnlichsten Adressen für Kultur-, Geschichts- und Eventbesuche in Bayern. Der Gebäudekomplex liegt im Süden der Altstadt, ist bis heute Wohnsitz der fürstlichen Familie Thurn und Taxis und gilt mit weit über 500 Räumen als das größte privat bewohnte Schloss Deutschlands. Seine ältesten Bauteile reichen in das 12. Jahrhundert zurück, doch die Geschichte des Ortes beginnt noch früher mit der Klostergründung am Grab des hl. Emmeram um das Jahr 800. Wer heute hierherkommt, betritt also nicht nur ein Schloss, sondern einen Ort, an dem sich Klostertradition, höfische Repräsentation, privates Wohnen und museale Vermittlung auf engstem Raum begegnen. Genau diese Mischung macht Schloss St. Emmeram so attraktiv für Gäste, die echte historische Substanz statt bloßer Kulisse suchen. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/informieren/schloss-st-emmeram))

Führungen, Tickets und Öffnungszeiten in Schloss St. Emmeram

Der Besuch des Schlosses ist klar strukturiert und für unterschiedliche Interessen gut planbar. Die Prunkräume und der Kreuzgang können ausschließlich im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Laut offizieller Besuchsseite finden die Führungen täglich um 10.30 Uhr, 12.30 Uhr, 14.30 Uhr und 16.30 Uhr statt. Die Führung dauert 90 Minuten und wird auf Deutsch angeboten; englische Audioguides sind an der Museumskasse erhältlich. Für Einzelgäste werden die Tickets über den Online-Ticketshop gebucht, der jeweils wochenweise in überschaubaren Zeiträumen freigeschaltet wird. Wer lieber spontan entscheidet, kann Eintrittskarten auch vor Ort im Gloria-Shop kaufen, der täglich von 10.00 bis 16.30 Uhr geöffnet ist. Damit ist Schloss St. Emmeram sowohl für geplante Kulturreisen als auch für einen flexiblen Altstadtbesuch geeignet. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/entdecken/besuch-schloss-st-emmeram))

Auch Gruppen werden gut abgeholt: Eigene Führungen können angefragt werden, wenn die Anfrage mindestens drei Wochen vor dem gewünschten Termin per E-Mail oder über das Kontaktformular gestellt wird. Die maximale Gruppengröße liegt bei 35 Personen, größere Gruppen werden aufgeteilt. Für die Museumsbereiche gibt es außerdem klare Preisstrukturen: Die reguläre Schlossführung kostet 17,00 Euro, ermäßigt 14,00 Euro, und Kinder bis 10 Jahre erhalten in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. Wichtig für die Planung ist zudem, dass Online-Tickets nicht zurückerstattet werden. Für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen weist der Betreiber offen darauf hin, dass die Fürstlichen Museen nur eingeschränkt geeignet sind, weil in allen Bereichen Stufen zu überwinden sind und in den Prunkräumen keine Sitzmöglichkeiten vorhanden sind. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/entdecken/besuch-schloss-st-emmeram))

Geschichte von St. Emmeram und der Familie Thurn und Taxis

Die historische Tiefe von Schloss St. Emmeram ist einer der Hauptgründe, warum dieser Ort so stark nachwirkt. Der heutige Schlosskomplex entstand aus der Reichsabtei St. Emmeram, einem der bedeutendsten Benediktinerklöster Europas. Im Jahr 1812 erhielt das Fürstenhaus Thurn und Taxis die säkularisierte Klosteranlage im Zuge der Entschädigung des Königreichs Bayern für den Verlust des Postmonopols. Aus diesem Erbe entwickelte sich in rund 100 Jahren Um- und Neubauphase die heutige Stammresidenz der Familie. Der Südflügel, der 1883 vollendet wurde, gilt als der letzte Schlossbau Bayerns und ist von der Fürst-Anselm-Allee aus besonders gut zu sehen. Auch der Schlosspark spielt eine wichtige Rolle, denn die Anlage ist in einen von Carl von Effner gestalteten Englischen Landschaftspark eingebettet. So verbindet St. Emmeram klösterliche Ursprünge, fürstliche Repräsentation und Landschaftsarchitektur zu einem geschlossenen Denkmalensemble. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/informieren/schloss-st-emmeram))

Die Familie Thurn und Taxis prägt den Ort bis heute. Auf der offiziellen Website wird Fürst Albert II. als 12. Fürst von Thurn und Taxis genannt, während die Geschichte der Familie bis ins frühe 12. Jahrhundert zurückgeführt wird. Das Haus Taxis gilt seit 1490 als Erfinder des modernen Postwesens, was erklärt, warum der Name weit über Regensburg hinaus bekannt ist. Gleichzeitig ist Schloss St. Emmeram mehr als ein genealogisches Symbol: Es ist ein lebendiger Familiensitz, ein Museumsstandort und ein Ort, an dem Besucher die Kontinuität von Wohnkultur, Herrschaftsgeschichte und öffentlicher Vermittlung erleben können. Genau diese Doppelrolle aus privatem Schloss und zugänglicher Kulturstätte verleiht dem Ort eine besondere Spannung, die sich weder in einem reinen Museum noch in einem klassischen Adelssitz vollständig wiederfinden lässt. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/informieren/schloss-st-emmeram))

Die Prunkräume: Marmortreppe, Ballsaal, Silbersaal und Wintergarten

Die Prunkräume sind der Teil von Schloss St. Emmeram, in dem die fürstliche Repräsentation besonders deutlich wird. Der Einstieg erfolgt über das prachtvolle Marmortreppenhaus im Südflügel, das die Gäste in die Residenz führt und in neorenaissancezeitlicher Form an die Antike anknüpft. Im Ballsaal, der auch als Barocksaal bezeichnet wird, verdichtet sich die festliche Idee des Schlosses: Der Saal ist 190 Quadratmeter groß, über sieben Meter hoch und verbindet Rokoko-Elemente aus dem Frankfurter Palais der Thurn und Taxis mit neorokokohen Ergänzungen zu einer rauschenden Festarchitektur. Der Raum ist damit nicht nur architektonisch eindrucksvoll, sondern erklärt auch, warum große gesellschaftliche Anlässe im Hause Thurn und Taxis bis heute einen so festen Platz haben. Der Südflügel, in dem diese Räume liegen, wurde von Max Schultze entworfen und ist zugleich der letzte Schlossbau Bayerns. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/entdecken/die-prunkraeume))

Mindestens ebenso reizvoll sind die kleineren, atmosphärischen Räume, in denen sich die persönliche Note des Schlosses zeigt. Der Silbersaal, auch Silbersalon genannt, orientiert sich am Vorbild des Blauen Kabinetts in der Amalienburg; Erbprinzessin Helene, die Schwester von Kaiserin Elisabeth, ließ ihn 1873 gestalten, um sich an ihre Kindheit zu erinnern. Im Wintergarten begegnet man wiederum einer anderen Stimmung: Hier werden Frühling, Sommer und Herbst bildlich dargestellt, Pflanzenfarben sollten den Winter bunter erscheinen lassen, und im Raum wurde Tee getrunken. Diese Inszenierung ist typisch für Schloss St. Emmeram, weil sie nicht nur Pracht vorführt, sondern Empfindung, Erinnerung und Symbolik mit der Architektur verbindet. Besucher erhalten dadurch einen sehr lebendigen Eindruck davon, wie sich höfische Wohnkultur zwischen Repräsentation und persönlichem Geschmack entwickelte. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/entdecken/die-prunkraeume))

Kreuzgang, Gruftkapelle und die klösterliche Vergangenheit

Der Kreuzgang ist der Teil des Ensembles, in dem die klösterliche Herkunft des Ortes am deutlichsten spürbar bleibt. Die offizielle Darstellung beschreibt St. Emmeram als einen Ort, der bis 1810 eines der bedeutendsten abendländischen Benediktinerklöster war. Der bauliche Charakter der alten Reichsabtei hat sich bis heute erhalten, sodass man im Wechsel von Prunkräumen und Kreuzgang zwei sehr verschiedene Welten erlebt: oben die höfische Festarchitektur, unten die mönchische Ruhe. Die Klostergründung um das Jahr 800 am Grab des Frankenbischofs Emmeram bildet dabei den historischen Ausgangspunkt. Über viele Jahrhunderte hinweg gehörte das Kloster zu den wichtigsten kulturellen Pflegestätten in Europa, in denen christlicher Glaube ebenso wie Kunst und Wissenschaft Raum fanden. Die Säkularisation im Jahr 1810 beendete diese Tradition, aber sie löschte sie nicht aus, sondern machte sie in der heutigen Museumsnutzung erneut sichtbar. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/entdecken/der-kreuzgang))

Ein besonderes Highlight im Kreuzgang ist die Gruftkapelle. Sie wurde in den Jahren 1835 bis 1841 von Fürst Maximilian Karl im mittelalterlichen Kreuzgarten errichtet und gilt als bedeutendstes neugotisches Fürstenmausoleum des deutschen Historismus. Im lichtdurchfluteten Chor steht die aus weißem Carraramarmor gemeißelte Christusfigur von Johann Heinrich Dannecker, die dem Raum eine konzentrierte, fast kontemplative Wirkung verleiht. Ebenfalls bemerkenswert ist das Benediktusportal im Westflügel, eines der schönsten hochgotischen Portale Regensburgs. Es diente den Äbten als Zugang zur Basilika; seit 1812 betritt die fürstliche Familie hier bei besonderen Anlässen die Kirche. So wird im Kreuzgang nicht nur Vergangenheit bewahrt, sondern ein verbindendes Ritual sichtbar gemacht, das bis heute auf das historische Selbstverständnis des Hauses verweist. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/entdecken/der-kreuzgang))

Schatzkammer, Marstall und die Museumsbereiche im Schloss

Wer sich für Kunsthandwerk, Hofkultur und Sammlungen interessiert, findet in der Schatzkammer und im Marstall zwei besonders gehaltvolle Bereiche. Im Fürstlichen Schloss St. Emmeram ist seit 1998 neben den Schauräumen ein Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums eingerichtet. In der nördlichen Stallgasse des alten Marstalls werden herausragende Objekte aus den Kunstsammlungen des Fürstenhauses gezeigt, die der Freistaat Bayern 1993 erwarb. Die Sammlung umfasst erlesene Möbel, feinstes Porzellan, Gold- und Silberarbeiten, eine außergewöhnliche Serie wertvoller Schnupftabaksdosen und weitere Pretiosen aus dem Umfeld eines der führenden Geschlechter des europäischen Hochadels. Damit gewinnt der Besucher nicht nur ästhetische Eindrücke, sondern auch ein konkretes Bild davon, wie materieller Glanz, Repräsentation und Alltag am fürstlichen Hof miteinander verbunden waren. ([regensburg.de](https://www.regensburg.de/museen/unsere-museen/weitere-museen/fuerstliche-schatzkammer-und-marstall))

Der Marstall selbst ist ein weiterer Schlüssel zum Verständnis des Schlosses. Errichtet wurde er zwischen 1829 und 1832 vom Baumeister Jean-Baptiste Métivier; er besteht aus den Stallflügeln für die Pferde und einer 600 Quadratmeter großen Reithalle, die mit figürlicher Ausstattung von Ludwig von Schwanthaler versehen wurde. Das Marstallmuseum gilt als Museum von europäischem Rang und zeigt eine umfangreiche Sammlung an Kutschen, Schlitten, Sänften und Tragsesseln aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Dazu kommen Galageschirr, Reitzubehör sowie Hoflivreen und Musikinstrumente des Hofmarschallamtes. Gerade diese Kombination macht den Rundgang so anschaulich: Besucher sehen nicht nur schöne Objekte, sondern verstehen, wie aufwendig eine fürstliche Hofhaltung organisiert war. In Verbindung mit Schloss, Kreuzgang und Schatzkammer entsteht so ein sehr vollständiges Bild des Hauses Thurn und Taxis, das weit über reine Dekoration hinausgeht. ([regensburg.de](https://www.regensburg.de/museen/unsere-museen/weitere-museen/fuerstliche-schatzkammer-und-marstall))

Schlossfestspiele, Romantischer Weihnachtsmarkt und Anfahrt

Schloss St. Emmeram ist nicht nur ein Ort der historischen Besichtigung, sondern auch eine Bühne für große Veranstaltungen. Zu den absoluten Höhepunkten zählen seit 2003 die Thurn und Taxis Schlossfestspiele, die auf der offiziellen Website inzwischen unter den zehn besten Festspielen Europas eingeordnet werden. Jährlich im Juli kommen mehr als 30.000 Besucher ins Schloss, um Konzerte und Aufführungen in einer außergewöhnlichen Kulisse zu erleben. Für 2026 nennt der Betreiber die Termine vom 10. bis 19. Juli. Das Besondere an diesem Format ist die Verbindung aus internationaler Musik, denkmalgeschützter Architektur und einer Atmosphäre, die weder eine moderne Konzerthalle noch ein reiner Hofgarten bieten kann. Der Schlosshof und die umliegende Anlage werden dabei zu einem Kulturraum, der die historische Wirkung des Ortes in die Gegenwart übersetzt und zugleich neue Zielgruppen anspricht. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/erleben/schlossfestspiele))

Im Advent übernimmt der Romantische Weihnachtsmarkt dieselbe Rolle mit völlig anderer Stimmung. Der Schlosshof bildet in den Adventswochen die zauberhafte Kulisse für Kunsthandwerk aus der Region, musikalische Darbietungen, weihnachtliche Vorlesungen, Kinderprogramm und kulinarische Schmankerl. Für 2026 ist der Markt vom 20.11. bis 23.12. angekündigt. Damit gehört er zu den festen saisonalen Suchanlässen, die viele Besucher bereits im Voraus planen. Praktisch ist auch die Lage des Schlosses: Die Anfahrtsseite nennt Emmeramsplatz 5 in 93047 Regensburg und beschreibt das Areal als eingebettet in den Grüngürtel rund um die Altstadt, nur wenige Gehminuten vom Dom, der Steinernen Brücke und dem Hauptbahnhof entfernt. Für die Anreise ist das ein großer Vorteil, weil der Ort zentral liegt und sich gut mit einem Altstadtbesuch kombinieren lässt. Eine eigene, offizielle Besucherparkplatz-Angabe findet sich auf der Anfahrtsseite nicht; Regensburg empfiehlt für die Innenstadt generell die Nutzung von Parkhäusern, Park-and-Ride oder die Anreise zu Fuß und mit dem ÖPNV. ([thurnundtaxis.de](https://www.thurnundtaxis.de/erleben/romantischer-weihnachtsmarkt))

Quellen:

Häufig gestellte Fragen

Bewertungen

KJ

Kate Jones

7. Oktober 2025

LANGE Tour (90 Minuten) nur auf Deutsch und sie sind komisch beim Fotografieren. Es gibt nur ein paar deutsche Touren täglich, also plant im Voraus. Die Tour bietet ziemlich einfache Audioguides auf Englisch. Es ist für einen Amerikaner seltsam, ständig von deutschen Prinzen und Prinzessinnen in der Gegenwart zu hören, sowie von 'fürstlichem' Dies und Das. Der Bus in die Altstadt fährt aus unbekannten Gründen nicht annähernd in der Nähe. Sobald man auf der Tour ist, ist man für die Dauer festgelegt. (Ich bin nicht viel für Touren). Die Innenräume der Tour sind nicht klimatisiert. Die Altstadt von Regensburg ist ziemlich klein, aber erwartet einen vollen Tag des Herumlaufens zu allem.

DW

Deanna Watson

16. Mai 2025

Was für ein magischer Weihnachtsmarkt! Wir haben Rabattgutscheine von unserem Hotel erhalten, shout out an Hotel Das Regensburg😉(und es war ein sehr kurzer Spaziergang). Es gibt so viele schöne Lichter in der Nacht. Viele Essens- und Glühweinoptionen. Auch großartige handgemachte Artikel zum Verkauf. Definitiv den Eintrittspreis wert. Verpasst das nicht!

SJ

Shawn Jacobs

19. Dezember 2025

Echt guter Weihnachtsmarkt, aber nicht unser Favorit. War teurer als andere. Tolle Essens- und Getränkehändler. Konnte keine handbemalte Glasornamente aus Regensburg finden, was schade war. Parken ist super nah und bequem.

BS

Beth S

15. Dezember 2025

Wir haben Regensburg für einen Tagesausflug von Nürnberg besucht. Wir hielten hier zuerst an, nur um festzustellen, dass der einzige Weg, den Palast zu sehen, eine geführte Tour war. Also buchten wir die geführte Tour für 17 Euro. Der Palast war sehr interessant, da er einige moderne Elemente mit seiner Geschichte vermischte, was ihn einzigartig machte. Fotos sind nicht erlaubt, da es sich um ein privates Grundstück handelt, das noch genutzt wird. Die geführte Tour auf Englisch war etwas enttäuschend, der Audioguide selbst war eigentlich in Ordnung, es war frustrierend, dass es einen Guide gab, der die ganze Zeit Deutsch sprach, dem wir folgen mussten, und er sprach viel länger als unser Audioguide oder übersprang Abschnitte, wo wir einen Audioteil hatten, aber insgesamt war es viel Warten für die Englisch sprechenden. Der Guide sprach zwar Englisch, sagte aber während der Tour kein einziges Wort auf Englisch. Es wäre schön gewesen, am Anfang einfach einen Satz auf Englisch zu sagen, damit wir mit dem Audioguide beginnen konnten, und wenn wir einen Raum betraten, welche Audiostelle, da es ehrlich gesagt überbucht schien, sodass es schwierig sein kann, die Nummer an allen vorbei zu finden. Es gibt Weihnachtsmärkte, die man im Palast besuchen kann, die etwa 14 Euro Eintritt kosten. Das erschien uns als Eintrittspreis etwas verrückt, also sind wir wieder rausgegangen. Ich mochte es, den Palast zu sehen und ein bisschen Geschichte zu lernen, aber für mich schien es einfach geldmachend zu sein.

SG

S V G

21. November 2025

Tour durch einen funktionierenden Palast! Wir haben die Tour genossen, obwohl sie für Englisch einen Kopfhörer mit Aufnahmen für die meisten Räume geben. Der Guide sprach nur auf Deutsch mit anderen Gästen, antwortete aber auf unsere Fragen, wenn wir fragten. Fotos sind nicht erlaubt, aber wenn man Kunst, Geschichte schätzt und einen Blick auf ein einzigartiges Zuhause werfen möchte, würde ich es empfehlen.