St. Anton
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Regensburg

Furtmayrstraße 22, 93053 Regensburg, Deutschland

St. Anton Regensburg | Geschichte & Kirchenmusik

St. Anton in Regensburg ist keine anonyme Adresse, sondern ein Ort mit klarer Identität, gewachsener Geschichte und einem sehr eigenen Rhythmus aus Gottesdienst, Musik und Gemeindeleben. Wer nach St. Anton sucht, landet nicht bei einer reinen Eventlocation, sondern bei einer katholischen Pfarrkirche im Kasernenviertel, die seit Jahrzehnten ein fester Bezugspunkt für Menschen im Stadtteil ist. Die offizielle Pfarreiengemeinschaft beschreibt St. Anton und St. Albertus Magnus als Stadtteilkirche im Kasernenviertel, und die Pfarrkirche St. Anton selbst ist an der Furtmayrstraße 22 verortet; das Pfarramt arbeitet von der Hermann-Geib-Straße 8a aus. Genau diese Kombination aus sichtbarer Kirche, administrativer Nähe und lebendiger Gemeinde macht den Charakter des Ortes aus. Hier verbinden sich Architektur, Liturgie, Kirchenmusik und Nachbarschaft zu einem Ensemble, das sich nicht auf einen einzigen Zweck reduzieren lässt. Für Besucher, die Regensburg jenseits der klassischen Altstadtperspektive erleben möchten, ist St. Anton deshalb ein spannender Ort: historisch bedeutend, lokal verwurzelt und im Alltag bis heute aktiv. ([anton-albertus.de](https://anton-albertus.de/))

Geschichte und Architektur der Pfarrkirche St. Anton

Die Geschichte von St. Anton beginnt mit der Entwicklung des Kasernenviertels und der Ausdehnung Regensburgs über die mittelalterlichen Grenzen hinaus. Mit der Gründung der Pfarrei am 1. Dezember 1921 entstand zunächst ein geistliches Zentrum für einen neu gewachsenen Stadtteil, doch der endgültige Kirchenbau ließ noch einige Jahre auf sich warten. Zuerst diente eine Notkirche als provisorischer Raum, bis am 24. Juli 1927 der Grundstein für den heutigen Bau gelegt wurde. Die Weihe erfolgte am 11. November 1928 durch Bischof Michael Buchberger. Entworfen wurde die Kirche von Karl Schmid sen.; damit entstand kein spektakulärer Bruch mit der Tradition, sondern ein bewusst geformter Bau, der sich an der Formensprache der Basilika orientiert und gleichzeitig die Anforderungen seiner Zeit aufnimmt. Diese Mischung aus Kontinuität und Moderne ist bis heute spürbar und erklärt, warum St. Anton nicht nur als Pfarrkirche, sondern auch als architektonisches Zeugnis wahrgenommen wird. ([bistum-regensburg.de](https://bistum-regensburg.de/news/kirchen-aus-dem-bistum-st-anton-in-regensburg))

Der Baukörper wirkt klar und geordnet: Die Kirche ist dreischiffig angelegt, etwa 70 Meter lang und rund 25 Meter breit, der Turm erreicht knapp 50 Meter Höhe. Die Konstruktion besteht aus einem Eisenbetonskelett mit Ziegelmauerwerk, also aus einer für das frühe 20. Jahrhundert typischen technischen Lösung, die Stabilität und räumliche Weite ermöglicht, ohne das äußere Erscheinungsbild technisch kühl wirken zu lassen. Stilistisch greift St. Anton die Form einer romanischen Basilika auf und formuliert sie in einer bewusst zurückhaltenden, würdevollen Sprache. Gerade diese Zurückhaltung macht die Kirche interessant: Sie will nicht imponieren, sondern ordnen, sammeln und einen Raum schaffen, in dem der Blick sich auf das Wesentliche richtet. Die Kirche ist damit ein gutes Beispiel dafür, wie Sakralarchitektur im 20. Jahrhundert Tradition nicht kopiert, sondern weiterdenkt. Auch die Geschichte des Bauwerks selbst verleiht ihm Tiefe, denn im Zweiten Weltkrieg gingen Teile der ursprünglichen Ausstattung verloren, während die bauliche Substanz erhalten blieb. So steht St. Anton heute zugleich für Verlust, Kontinuität und Wiedergewinnung. Wer den Bau als Ganzes betrachtet, sieht nicht nur eine Kirche, sondern ein Stück Stadtgeschichte, das den Wandel Regensburgs sichtbar macht. ([bistum-regensburg.de](https://bistum-regensburg.de/news/kirchen-aus-dem-bistum-st-anton-in-regensburg))

Wandbilder, Altarraum und die stille Kraft des Innenraums

Der Innenraum von St. Anton gewinnt seine besondere Wirkung nicht allein aus der architektonischen Form, sondern vor allem aus dem Zusammenspiel von Raum, Bild und Symbol. In der Kirche finden sich Wand- und Apsismalereien von Georg Winkler, die zwischen 1928 und 1938 entstanden sind und eine ikonographische Erzählung aus der Heilsgeschichte entfalten. Die Bilder sind keine dekorative Zugabe, sondern erweitern den Raum inhaltlich. Sie machen sichtbar, dass der Kirchenraum nicht bloß ein Ort für Versammlungen ist, sondern ein Raum des Gedenkens, der Erzählung und der geistigen Sammlung. Im Blick auf die Kunstwerke wird deutlich, wie eng in St. Anton Architektur und Bildprogramm ineinandergreifen. Der Besucher nimmt den Raum nicht nur wahr, er liest ihn gewissermaßen mit. Das gilt auch für die symbolische Ordnung am Westportal, wo die vier Evangelistensymbole den christlichen Ursprung des Raumes markieren und den Übergang von außen nach innen sinnvoll rahmen. So entsteht ein stilles, aber sehr dichtes Bildprogramm, das den Kirchenraum über die reine Funktion hinaushebt. ([bistum-regensburg.de](https://bistum-regensburg.de/news/kirchen-aus-dem-bistum-st-anton-in-regensburg))

Auch die Altäre und die Ausgestaltung des Altarraums sind Teil dieser besonderen Wirkung. Die Stadt Regensburg hebt im Programm zum Tag des offenen Denkmals ausdrücklich hervor, dass die Pfarrkirche St. Anton für ihre reichen Ausmalungen bekannt ist und dass auch die Altäre besondere Beachtung verdienen. Dabei werden Details sichtbar, die im Alltag leicht übersehen werden, etwa die ungewöhnliche Form des Hochaltars oder die griechischen Symbole an der Altarmensa. Solche Hinweise zeigen, dass St. Anton nicht nur fromme Kunst, sondern auch kunsthistorisch interessante Lösungen bereithält. Der Innenraum ist dadurch nicht laut, sondern konzentriert. Er lebt von einer würdevollen Zurückhaltung, die das Auge nicht überfordert, sondern Schritt für Schritt in die räumliche und geistige Ordnung hineinführt. Ergänzt wird dies durch plastische Arbeiten, die den Raum nicht überladen, sondern vertiefen. Für Besucher, die eine Kirche als Raum der Inszenierung von Stille und Bedeutung erleben wollen, ist St. Anton ein besonders eindrucksvolles Beispiel. Hier wird sakrale Architektur nicht als Kulisse, sondern als begehbare Form von Erinnerung erfahrbar. ([bistum-regensburg.de](https://bistum-regensburg.de/news/kirchen-aus-dem-bistum-st-anton-in-regensburg))

Kirchenmusik, Jann-Orgel und Konzertleben in St. Anton

Kirchenmusik ist in St. Anton kein Randthema, sondern ein zentrales Merkmal der gesamten Pfarrei. Der Musikförderkreis beschreibt, dass Kirchenmusik in ihren vielfältigen Formen über Jahrzehnte hinweg einen hohen Stellenwert besitzt und sowohl in der Liturgie als auch in Konzerten gepflegt wird. Besonders auffällig ist die Größe und Bandbreite des musikalischen Lebens: In den Chören engagieren sich etwa 100 Sängerinnen und Sänger, der Chor St. Anton umfasst rund 60 Mitwirkende, und zusätzlich gibt es einen Kinderchor sowie einen Jugendchor. Diese Struktur zeigt, dass Musik in St. Anton nicht nur von einigen wenigen getragen wird, sondern breit in der Gemeinde verankert ist. Der Chor gestaltet regelmäßig die Liturgie, führt aber ebenso a-cappella-Werke, Oratorien und Messen mit Orchester auf. Für die Außenwirkung ist das wichtig, weil St. Anton dadurch nicht nur als Pfarrkirche, sondern auch als kultureller Resonanzraum wahrgenommen wird. ([anton-albertus.de](https://anton-albertus.de/musikfoerderkreis-st-anton/))

Ein besonderer Anziehungspunkt ist die Jann-Orgel, die 1996 erbaut wurde und in der Ausführung 39/III besitzt. Die Orgel begleitet den Gottesdienst und ist bei mehreren Orgelkonzerten im Jahr zu hören. 2026 steht zudem das Jubiläum 30 Jahre Jann-Orgel im Blickpunkt, was die musikalische Bedeutung des Instruments noch einmal unterstreicht. Die Stadt Regensburg hebt die rege Konzerttätigkeit des Chors ausdrücklich hervor und beschreibt ihn als feste Größe im Musikleben der Stadt. Genau darin liegt die Besonderheit von St. Anton: Der Ort ist nicht nur liturgisch, sondern auch musikalisch lebendig, und zwar in einer Weise, die Generationen verbindet. Kinder, Jugendliche und Erwachsene musizieren gemeinsam, und die Konzerte schaffen einen öffentlich wahrnehmbaren Mehrwert über die Gemeindegrenzen hinaus. Wer nach einem Ort mit echter musikalischer Identität sucht, findet in St. Anton eine Kirche, deren Klangkultur ebenso prägend ist wie ihre Architektur. Die Verbindung aus sakralem Raum, Chorarbeit, Orgelklang und Konzertformaten macht St. Anton zu einem Ziel für Menschen, die Regensburg auch akustisch entdecken möchten. ([anton-albertus.de](https://anton-albertus.de/musikfoerderkreis-st-anton/))

Gottesdienste, Pfarrblatt und lebendige Gemeinde im Stadtteil

St. Anton ist nicht nur ein Bauwerk, sondern eine Gemeinde mit vielen Gesichtern. Auf der offiziellen Website wird betont, dass es diverse Gruppen und Kreise gibt und dass traditionelle wie neue Formen des Gottesdienstes gepflegt werden. Seit dem 1. September 2023 bilden St. Anton und St. Albertus Magnus eine Pfarreiengemeinschaft, was die gemeinsame Ausrichtung des Gemeindelebens noch sichtbarer macht. Das zeigt sich in den regelmäßigen Angeboten, die sich nicht an eine kleine Kernschicht richten, sondern unterschiedliche Altersgruppen und Interessen ansprechen. Der ökumenische Bezug ist ebenfalls stark: St. Anton und St. Albertus Magnus sind seit vielen Jahren freundschaftlich mit der evangelisch-lutherischen Pfarrei St. Matthäus verbunden, regelmäßige ökumenische Gottesdienste finden im Januar und vor Pfingsten statt, und auch Schulgottesdienste werden ökumenisch gestaltet. Diese Offenheit prägt das Selbstverständnis des Ortes und macht ihn über die eigene katholische Gemeinschaft hinaus anschlussfähig. ([anton-albertus.de](https://anton-albertus.de/?utm_source=openai))

Im Alltag zeigt sich die Gemeinde besonders in ihren festen Formaten. Das Pfarrcafé lädt jeden 3. Donnerstag im Monat im Pfarrsaal zum Plaudern, Kaffeetrinken und Zusammensein ein, Kaffee und Kuchen werden gegen freiwillige Spenden angeboten. Der Seniorentreff richtet sich monatlich an Seniorinnen und Senioren, findet am 1. Freitag des Monats um 14.30 Uhr im Pfarrzentrum statt und bietet Vorträge, Quiznachmittage, Lieder, Grilltreffen und kleine Ausflüge. Dazu kommen die Ministranten, von denen es etwa 40 gibt, die wöchentlich Gruppenstunden haben und das ganze Kirchenjahr mit Hüttenlager, Zeltlager, Waldweihnacht, Friedenslicht und Sternsingen füllen. Auch das Friedensgebet am Montag um 17.45 Uhr gehört zum festen Rhythmus. Zusammen ergibt das ein sehr dichtes Bild einer Gemeinde, die nicht nur sonntags funktioniert, sondern im Wochenlauf präsent bleibt. Wer nach Stichworten wie Pfarrblatt, Programm, Gemeinde oder Gruppen sucht, findet in St. Anton also keine abstrakten Begriffe, sondern gelebte Praxis. ([anton-albertus.de](https://anton-albertus.de/pfarrcafe-st-anton/))

Lage, Anfahrt, Kontakt und praktische Hinweise für Besucher

Für die Orientierung ist St. Anton sehr klar verortet: Die Kirche steht in der Furtmayrstraße 22, also in einem Bereich des Kasernenviertels, der südlich der historischen Altstadt liegt und von der Stadtentwicklung des 20. Jahrhunderts geprägt ist. Auch das offizielle Denkmalprogramm der Stadt Regensburg führt den Ort genau unter dieser Adresse. Für Besucher ist das hilfreich, weil St. Anton damit einfach in Karten, Routenplanern und Stadtplänen auffindbar ist. Das Pfarramt St. Anton sitzt in der Hermann-Geib-Straße 8a und ist telefonisch sowie per E-Mail erreichbar; die Bürozeiten sind montags, dienstags und freitags von 8.30 bis 11.30 Uhr sowie mittwochs von 15.00 bis 17.30 Uhr, donnerstags bleibt das Büro geschlossen. Wer also Fragen zu Gottesdiensten, Gruppen, Pfarrblatt oder Veranstaltungen hat, findet hier eine verlässliche Anlaufstelle. Besonders praktisch ist auch, dass die Gemeinde auf ihrer Website einen eigenen Bereich für Termine und Veranstaltungen sowie eine Pfarrblatt-Seite pflegt, sodass sich aktuelle Informationen schnell prüfen lassen. ([regensburg.de](https://www.regensburg.de/fm/121/programm-denkmaltag-regensburg-2025.pdf))

Beim Thema Parken gibt es einen nützlichen, konkreten Hinweis: Für einzelne liturgische Termine wird der Parkplatz vor der Kirche als Treffpunkt genutzt. Das zeigt, dass der unmittelbare Bereich rund um die Kirche auch für Besucher und Gemeindemitglieder eine Rolle spielt. Gleichzeitig ist St. Anton kein Ort mit einem großen, gesondert beworbenen Besucherparkhaus, sondern eine innerstädtisch eingebettete Pfarrkirche, die vor allem über ihre Lage im Viertel funktioniert. Wer den Besuch plant, sollte daher eher wie bei einer Stadtteilkirche denken: kurzer Weg, gute Erreichbarkeit über die Umgebung, schnelle Abstimmung über Pfarrbüro oder Veranstaltungshinweise. Gerade bei Feiern, Konzerten oder besonderen kirchlichen Terminen ist es sinnvoll, auf die aktuellen Mitteilungen zu achten. Die offizielle Pfarreiengemeinschaft macht es Besuchern leicht, sich zu orientieren, denn sie bündelt Kirche, Pfarrblatt, Gruppen und Veranstaltungen auf einer gemeinsamen Website. Dadurch entsteht ein praktischer Vorteil: Man kann den Besuch mit wenigen Klicks planen und erhält zugleich ein Gefühl dafür, wie stark St. Anton im Alltag des Viertels verankert ist. ([sankt-anton-regensburg.de](https://sankt-anton-regensburg.de/wp-content/uploads/26-2-Pfarrblatt-01.02.-bis-15.02.2026.pdf?utm_source=openai))

Für wen sich St. Anton besonders lohnt

St. Anton eignet sich besonders für Menschen, die mehr suchen als eine kurze Sehenswürdigkeit auf einer Stadtroute. Wer sich für Sakralarchitektur, Regensburger Stadtgeschichte, Kirchenmusik oder lebendige Gemeindekultur interessiert, findet hier viele Einstiegswege. Die Kirche ist architektonisch klar, historisch belastbar und zugleich im Heute angekommen. Genau das macht sie für unterschiedliche Zielgruppen interessant: für Besucher, die den Stil einer romanisierenden Basilika schätzen; für Musikfreunde, die Chor und Orgel erleben möchten; für Menschen aus dem Stadtteil, die einen Ort für Gottesdienst, Begegnung und Begleitung suchen; und für Gäste, die Regensburg abseits der großen touristischen Pfade kennenlernen wollen. Weil die Pfarrkirche St. Anton nicht als isoliertes Denkmal dasteht, sondern in ein dichtes Netz aus Gruppen, Veranstaltungen und liturgischen Formen eingebunden ist, wirkt der Besuch nie statisch. Der Ort lebt, und zwar in einer ruhigen, verlässlichen Art, die gerade deshalb nachhaltig im Gedächtnis bleibt. ([anton-albertus.de](https://anton-albertus.de/unsere-kirchen/?utm_source=openai))

Wer St. Anton besucht, erlebt eine Kirche, die aus ihrer Geschichte heraus erklärt werden kann und doch deutlich in die Gegenwart hineinwirkt. Der Bau erzählt von der Entstehung eines neuen Stadtteils, die Kunst vom Glauben und der Bildsprache der Zwischenkriegszeit, die Musik von einer bemerkenswert starken Chor- und Orgellandschaft, und die Gemeinde von einer Offenheit, die sich in Pfarrcafé, Seniorentreff, Ministrantenarbeit, Friedensgebet und ökumenischen Begegnungen zeigt. Gerade diese Verbindung ist der eigentliche Mehrwert: St. Anton ist nicht nur ein Ort zum Anschauen, sondern ein Ort zum Mitgehen, Mitfeiern und Mitverstehen. Wer Regensburg intensiver entdecken will, sollte diesen Stadtteilort deshalb nicht übersehen. Er verbindet Geschichte und Alltag, Ruhe und Aktivität, Tradition und Gegenwart auf eine Weise, die glaubwürdig und nahbar bleibt. Genau darin liegt seine Stärke. ([bistum-regensburg.de](https://bistum-regensburg.de/news/kirchen-aus-dem-bistum-st-anton-in-regensburg))

Quellen:

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St. Anton Regensburg | Geschichte & Kirchenmusik

St. Anton in Regensburg ist keine anonyme Adresse, sondern ein Ort mit klarer Identität, gewachsener Geschichte und einem sehr eigenen Rhythmus aus Gottesdienst, Musik und Gemeindeleben. Wer nach St. Anton sucht, landet nicht bei einer reinen Eventlocation, sondern bei einer katholischen Pfarrkirche im Kasernenviertel, die seit Jahrzehnten ein fester Bezugspunkt für Menschen im Stadtteil ist. Die offizielle Pfarreiengemeinschaft beschreibt St. Anton und St. Albertus Magnus als Stadtteilkirche im Kasernenviertel, und die Pfarrkirche St. Anton selbst ist an der Furtmayrstraße 22 verortet; das Pfarramt arbeitet von der Hermann-Geib-Straße 8a aus. Genau diese Kombination aus sichtbarer Kirche, administrativer Nähe und lebendiger Gemeinde macht den Charakter des Ortes aus. Hier verbinden sich Architektur, Liturgie, Kirchenmusik und Nachbarschaft zu einem Ensemble, das sich nicht auf einen einzigen Zweck reduzieren lässt. Für Besucher, die Regensburg jenseits der klassischen Altstadtperspektive erleben möchten, ist St. Anton deshalb ein spannender Ort: historisch bedeutend, lokal verwurzelt und im Alltag bis heute aktiv. ([anton-albertus.de](https://anton-albertus.de/))

Geschichte und Architektur der Pfarrkirche St. Anton

Die Geschichte von St. Anton beginnt mit der Entwicklung des Kasernenviertels und der Ausdehnung Regensburgs über die mittelalterlichen Grenzen hinaus. Mit der Gründung der Pfarrei am 1. Dezember 1921 entstand zunächst ein geistliches Zentrum für einen neu gewachsenen Stadtteil, doch der endgültige Kirchenbau ließ noch einige Jahre auf sich warten. Zuerst diente eine Notkirche als provisorischer Raum, bis am 24. Juli 1927 der Grundstein für den heutigen Bau gelegt wurde. Die Weihe erfolgte am 11. November 1928 durch Bischof Michael Buchberger. Entworfen wurde die Kirche von Karl Schmid sen.; damit entstand kein spektakulärer Bruch mit der Tradition, sondern ein bewusst geformter Bau, der sich an der Formensprache der Basilika orientiert und gleichzeitig die Anforderungen seiner Zeit aufnimmt. Diese Mischung aus Kontinuität und Moderne ist bis heute spürbar und erklärt, warum St. Anton nicht nur als Pfarrkirche, sondern auch als architektonisches Zeugnis wahrgenommen wird. ([bistum-regensburg.de](https://bistum-regensburg.de/news/kirchen-aus-dem-bistum-st-anton-in-regensburg))

Der Baukörper wirkt klar und geordnet: Die Kirche ist dreischiffig angelegt, etwa 70 Meter lang und rund 25 Meter breit, der Turm erreicht knapp 50 Meter Höhe. Die Konstruktion besteht aus einem Eisenbetonskelett mit Ziegelmauerwerk, also aus einer für das frühe 20. Jahrhundert typischen technischen Lösung, die Stabilität und räumliche Weite ermöglicht, ohne das äußere Erscheinungsbild technisch kühl wirken zu lassen. Stilistisch greift St. Anton die Form einer romanischen Basilika auf und formuliert sie in einer bewusst zurückhaltenden, würdevollen Sprache. Gerade diese Zurückhaltung macht die Kirche interessant: Sie will nicht imponieren, sondern ordnen, sammeln und einen Raum schaffen, in dem der Blick sich auf das Wesentliche richtet. Die Kirche ist damit ein gutes Beispiel dafür, wie Sakralarchitektur im 20. Jahrhundert Tradition nicht kopiert, sondern weiterdenkt. Auch die Geschichte des Bauwerks selbst verleiht ihm Tiefe, denn im Zweiten Weltkrieg gingen Teile der ursprünglichen Ausstattung verloren, während die bauliche Substanz erhalten blieb. So steht St. Anton heute zugleich für Verlust, Kontinuität und Wiedergewinnung. Wer den Bau als Ganzes betrachtet, sieht nicht nur eine Kirche, sondern ein Stück Stadtgeschichte, das den Wandel Regensburgs sichtbar macht. ([bistum-regensburg.de](https://bistum-regensburg.de/news/kirchen-aus-dem-bistum-st-anton-in-regensburg))

Wandbilder, Altarraum und die stille Kraft des Innenraums

Der Innenraum von St. Anton gewinnt seine besondere Wirkung nicht allein aus der architektonischen Form, sondern vor allem aus dem Zusammenspiel von Raum, Bild und Symbol. In der Kirche finden sich Wand- und Apsismalereien von Georg Winkler, die zwischen 1928 und 1938 entstanden sind und eine ikonographische Erzählung aus der Heilsgeschichte entfalten. Die Bilder sind keine dekorative Zugabe, sondern erweitern den Raum inhaltlich. Sie machen sichtbar, dass der Kirchenraum nicht bloß ein Ort für Versammlungen ist, sondern ein Raum des Gedenkens, der Erzählung und der geistigen Sammlung. Im Blick auf die Kunstwerke wird deutlich, wie eng in St. Anton Architektur und Bildprogramm ineinandergreifen. Der Besucher nimmt den Raum nicht nur wahr, er liest ihn gewissermaßen mit. Das gilt auch für die symbolische Ordnung am Westportal, wo die vier Evangelistensymbole den christlichen Ursprung des Raumes markieren und den Übergang von außen nach innen sinnvoll rahmen. So entsteht ein stilles, aber sehr dichtes Bildprogramm, das den Kirchenraum über die reine Funktion hinaushebt. ([bistum-regensburg.de](https://bistum-regensburg.de/news/kirchen-aus-dem-bistum-st-anton-in-regensburg))

Auch die Altäre und die Ausgestaltung des Altarraums sind Teil dieser besonderen Wirkung. Die Stadt Regensburg hebt im Programm zum Tag des offenen Denkmals ausdrücklich hervor, dass die Pfarrkirche St. Anton für ihre reichen Ausmalungen bekannt ist und dass auch die Altäre besondere Beachtung verdienen. Dabei werden Details sichtbar, die im Alltag leicht übersehen werden, etwa die ungewöhnliche Form des Hochaltars oder die griechischen Symbole an der Altarmensa. Solche Hinweise zeigen, dass St. Anton nicht nur fromme Kunst, sondern auch kunsthistorisch interessante Lösungen bereithält. Der Innenraum ist dadurch nicht laut, sondern konzentriert. Er lebt von einer würdevollen Zurückhaltung, die das Auge nicht überfordert, sondern Schritt für Schritt in die räumliche und geistige Ordnung hineinführt. Ergänzt wird dies durch plastische Arbeiten, die den Raum nicht überladen, sondern vertiefen. Für Besucher, die eine Kirche als Raum der Inszenierung von Stille und Bedeutung erleben wollen, ist St. Anton ein besonders eindrucksvolles Beispiel. Hier wird sakrale Architektur nicht als Kulisse, sondern als begehbare Form von Erinnerung erfahrbar. ([bistum-regensburg.de](https://bistum-regensburg.de/news/kirchen-aus-dem-bistum-st-anton-in-regensburg))

Kirchenmusik, Jann-Orgel und Konzertleben in St. Anton

Kirchenmusik ist in St. Anton kein Randthema, sondern ein zentrales Merkmal der gesamten Pfarrei. Der Musikförderkreis beschreibt, dass Kirchenmusik in ihren vielfältigen Formen über Jahrzehnte hinweg einen hohen Stellenwert besitzt und sowohl in der Liturgie als auch in Konzerten gepflegt wird. Besonders auffällig ist die Größe und Bandbreite des musikalischen Lebens: In den Chören engagieren sich etwa 100 Sängerinnen und Sänger, der Chor St. Anton umfasst rund 60 Mitwirkende, und zusätzlich gibt es einen Kinderchor sowie einen Jugendchor. Diese Struktur zeigt, dass Musik in St. Anton nicht nur von einigen wenigen getragen wird, sondern breit in der Gemeinde verankert ist. Der Chor gestaltet regelmäßig die Liturgie, führt aber ebenso a-cappella-Werke, Oratorien und Messen mit Orchester auf. Für die Außenwirkung ist das wichtig, weil St. Anton dadurch nicht nur als Pfarrkirche, sondern auch als kultureller Resonanzraum wahrgenommen wird. ([anton-albertus.de](https://anton-albertus.de/musikfoerderkreis-st-anton/))

Ein besonderer Anziehungspunkt ist die Jann-Orgel, die 1996 erbaut wurde und in der Ausführung 39/III besitzt. Die Orgel begleitet den Gottesdienst und ist bei mehreren Orgelkonzerten im Jahr zu hören. 2026 steht zudem das Jubiläum 30 Jahre Jann-Orgel im Blickpunkt, was die musikalische Bedeutung des Instruments noch einmal unterstreicht. Die Stadt Regensburg hebt die rege Konzerttätigkeit des Chors ausdrücklich hervor und beschreibt ihn als feste Größe im Musikleben der Stadt. Genau darin liegt die Besonderheit von St. Anton: Der Ort ist nicht nur liturgisch, sondern auch musikalisch lebendig, und zwar in einer Weise, die Generationen verbindet. Kinder, Jugendliche und Erwachsene musizieren gemeinsam, und die Konzerte schaffen einen öffentlich wahrnehmbaren Mehrwert über die Gemeindegrenzen hinaus. Wer nach einem Ort mit echter musikalischer Identität sucht, findet in St. Anton eine Kirche, deren Klangkultur ebenso prägend ist wie ihre Architektur. Die Verbindung aus sakralem Raum, Chorarbeit, Orgelklang und Konzertformaten macht St. Anton zu einem Ziel für Menschen, die Regensburg auch akustisch entdecken möchten. ([anton-albertus.de](https://anton-albertus.de/musikfoerderkreis-st-anton/))

Gottesdienste, Pfarrblatt und lebendige Gemeinde im Stadtteil

St. Anton ist nicht nur ein Bauwerk, sondern eine Gemeinde mit vielen Gesichtern. Auf der offiziellen Website wird betont, dass es diverse Gruppen und Kreise gibt und dass traditionelle wie neue Formen des Gottesdienstes gepflegt werden. Seit dem 1. September 2023 bilden St. Anton und St. Albertus Magnus eine Pfarreiengemeinschaft, was die gemeinsame Ausrichtung des Gemeindelebens noch sichtbarer macht. Das zeigt sich in den regelmäßigen Angeboten, die sich nicht an eine kleine Kernschicht richten, sondern unterschiedliche Altersgruppen und Interessen ansprechen. Der ökumenische Bezug ist ebenfalls stark: St. Anton und St. Albertus Magnus sind seit vielen Jahren freundschaftlich mit der evangelisch-lutherischen Pfarrei St. Matthäus verbunden, regelmäßige ökumenische Gottesdienste finden im Januar und vor Pfingsten statt, und auch Schulgottesdienste werden ökumenisch gestaltet. Diese Offenheit prägt das Selbstverständnis des Ortes und macht ihn über die eigene katholische Gemeinschaft hinaus anschlussfähig. ([anton-albertus.de](https://anton-albertus.de/?utm_source=openai))

Im Alltag zeigt sich die Gemeinde besonders in ihren festen Formaten. Das Pfarrcafé lädt jeden 3. Donnerstag im Monat im Pfarrsaal zum Plaudern, Kaffeetrinken und Zusammensein ein, Kaffee und Kuchen werden gegen freiwillige Spenden angeboten. Der Seniorentreff richtet sich monatlich an Seniorinnen und Senioren, findet am 1. Freitag des Monats um 14.30 Uhr im Pfarrzentrum statt und bietet Vorträge, Quiznachmittage, Lieder, Grilltreffen und kleine Ausflüge. Dazu kommen die Ministranten, von denen es etwa 40 gibt, die wöchentlich Gruppenstunden haben und das ganze Kirchenjahr mit Hüttenlager, Zeltlager, Waldweihnacht, Friedenslicht und Sternsingen füllen. Auch das Friedensgebet am Montag um 17.45 Uhr gehört zum festen Rhythmus. Zusammen ergibt das ein sehr dichtes Bild einer Gemeinde, die nicht nur sonntags funktioniert, sondern im Wochenlauf präsent bleibt. Wer nach Stichworten wie Pfarrblatt, Programm, Gemeinde oder Gruppen sucht, findet in St. Anton also keine abstrakten Begriffe, sondern gelebte Praxis. ([anton-albertus.de](https://anton-albertus.de/pfarrcafe-st-anton/))

Lage, Anfahrt, Kontakt und praktische Hinweise für Besucher

Für die Orientierung ist St. Anton sehr klar verortet: Die Kirche steht in der Furtmayrstraße 22, also in einem Bereich des Kasernenviertels, der südlich der historischen Altstadt liegt und von der Stadtentwicklung des 20. Jahrhunderts geprägt ist. Auch das offizielle Denkmalprogramm der Stadt Regensburg führt den Ort genau unter dieser Adresse. Für Besucher ist das hilfreich, weil St. Anton damit einfach in Karten, Routenplanern und Stadtplänen auffindbar ist. Das Pfarramt St. Anton sitzt in der Hermann-Geib-Straße 8a und ist telefonisch sowie per E-Mail erreichbar; die Bürozeiten sind montags, dienstags und freitags von 8.30 bis 11.30 Uhr sowie mittwochs von 15.00 bis 17.30 Uhr, donnerstags bleibt das Büro geschlossen. Wer also Fragen zu Gottesdiensten, Gruppen, Pfarrblatt oder Veranstaltungen hat, findet hier eine verlässliche Anlaufstelle. Besonders praktisch ist auch, dass die Gemeinde auf ihrer Website einen eigenen Bereich für Termine und Veranstaltungen sowie eine Pfarrblatt-Seite pflegt, sodass sich aktuelle Informationen schnell prüfen lassen. ([regensburg.de](https://www.regensburg.de/fm/121/programm-denkmaltag-regensburg-2025.pdf))

Beim Thema Parken gibt es einen nützlichen, konkreten Hinweis: Für einzelne liturgische Termine wird der Parkplatz vor der Kirche als Treffpunkt genutzt. Das zeigt, dass der unmittelbare Bereich rund um die Kirche auch für Besucher und Gemeindemitglieder eine Rolle spielt. Gleichzeitig ist St. Anton kein Ort mit einem großen, gesondert beworbenen Besucherparkhaus, sondern eine innerstädtisch eingebettete Pfarrkirche, die vor allem über ihre Lage im Viertel funktioniert. Wer den Besuch plant, sollte daher eher wie bei einer Stadtteilkirche denken: kurzer Weg, gute Erreichbarkeit über die Umgebung, schnelle Abstimmung über Pfarrbüro oder Veranstaltungshinweise. Gerade bei Feiern, Konzerten oder besonderen kirchlichen Terminen ist es sinnvoll, auf die aktuellen Mitteilungen zu achten. Die offizielle Pfarreiengemeinschaft macht es Besuchern leicht, sich zu orientieren, denn sie bündelt Kirche, Pfarrblatt, Gruppen und Veranstaltungen auf einer gemeinsamen Website. Dadurch entsteht ein praktischer Vorteil: Man kann den Besuch mit wenigen Klicks planen und erhält zugleich ein Gefühl dafür, wie stark St. Anton im Alltag des Viertels verankert ist. ([sankt-anton-regensburg.de](https://sankt-anton-regensburg.de/wp-content/uploads/26-2-Pfarrblatt-01.02.-bis-15.02.2026.pdf?utm_source=openai))

Für wen sich St. Anton besonders lohnt

St. Anton eignet sich besonders für Menschen, die mehr suchen als eine kurze Sehenswürdigkeit auf einer Stadtroute. Wer sich für Sakralarchitektur, Regensburger Stadtgeschichte, Kirchenmusik oder lebendige Gemeindekultur interessiert, findet hier viele Einstiegswege. Die Kirche ist architektonisch klar, historisch belastbar und zugleich im Heute angekommen. Genau das macht sie für unterschiedliche Zielgruppen interessant: für Besucher, die den Stil einer romanisierenden Basilika schätzen; für Musikfreunde, die Chor und Orgel erleben möchten; für Menschen aus dem Stadtteil, die einen Ort für Gottesdienst, Begegnung und Begleitung suchen; und für Gäste, die Regensburg abseits der großen touristischen Pfade kennenlernen wollen. Weil die Pfarrkirche St. Anton nicht als isoliertes Denkmal dasteht, sondern in ein dichtes Netz aus Gruppen, Veranstaltungen und liturgischen Formen eingebunden ist, wirkt der Besuch nie statisch. Der Ort lebt, und zwar in einer ruhigen, verlässlichen Art, die gerade deshalb nachhaltig im Gedächtnis bleibt. ([anton-albertus.de](https://anton-albertus.de/unsere-kirchen/?utm_source=openai))

Wer St. Anton besucht, erlebt eine Kirche, die aus ihrer Geschichte heraus erklärt werden kann und doch deutlich in die Gegenwart hineinwirkt. Der Bau erzählt von der Entstehung eines neuen Stadtteils, die Kunst vom Glauben und der Bildsprache der Zwischenkriegszeit, die Musik von einer bemerkenswert starken Chor- und Orgellandschaft, und die Gemeinde von einer Offenheit, die sich in Pfarrcafé, Seniorentreff, Ministrantenarbeit, Friedensgebet und ökumenischen Begegnungen zeigt. Gerade diese Verbindung ist der eigentliche Mehrwert: St. Anton ist nicht nur ein Ort zum Anschauen, sondern ein Ort zum Mitgehen, Mitfeiern und Mitverstehen. Wer Regensburg intensiver entdecken will, sollte diesen Stadtteilort deshalb nicht übersehen. Er verbindet Geschichte und Alltag, Ruhe und Aktivität, Tradition und Gegenwart auf eine Weise, die glaubwürdig und nahbar bleibt. Genau darin liegt seine Stärke. ([bistum-regensburg.de](https://bistum-regensburg.de/news/kirchen-aus-dem-bistum-st-anton-in-regensburg))

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