Abwesende Räume? Jüdische Architektur zwischen Denkmal, Nutzung und Erinnerung


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Wenn Architektur Erinnerung trägt: Jüdische Räume zwischen Verlust und Gegenwart
Am 21. Oktober 2026 widmet sich die Veranstaltung Abwesende Räume? in der Jüdischen Gemeinde Regensburg den sichtbaren und unsichtbaren Spuren jüdischen Lebens. Im Mittelpunkt stehen jüdische Architektur, Denkmalpflege, Umnutzung und die Frage, wie Geschichte in gebauten Räumen fortgeschrieben wird.
Architektur als Gedächtnis der Gesellschaft
Gebäude bewahren Geschichte nicht allein durch ihre Materialien. Grundrisse, Schwellen, Raumfolgen und Leerstellen erzählen von religiöser Praxis, Alltag, Verfolgung und Neubeginn. Die Debatte eröffnet eine kunsthistorisch und erinnerungskulturell fundierte Werkbetrachtung von Architektur als gesellschaftlichem Gedächtnis.
Drei Häuser, drei Perspektiven
Anhand von drei konkreten Beispielen entfaltet die Veranstaltung unterschiedliche Wege des Erinnerns: ein ehemaliges jüdisches Wohnhaus mit Mikwe und Laubhütte in Fürth, die ehemalige Landsynagoge von Rödingen sowie das Zapfenhaus in Mitwitz. Dabei treffen Denkmal, gegenwärtige Nutzung und historische Verantwortung unmittelbar aufeinander.
Zwischen Denkmal, Nutzung und Erinnerung
Die Diskussion fragt, was geschieht, wenn historische Gebäude verändert, umgenutzt oder aus dem Stadtbild verschwunden sind. Im Zentrum stehen sichtbare Spuren jüdischen Lebens ebenso wie architektonische Abwesenheiten. Die Ausstellungsatmosphäre im Jüdischen Gemeindezentrum verbindet dabei räumliche Erfahrung mit kultureller Bildung und einer vertieften Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur.
Führung durch die Synagoge
Direkt vor der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, an einer Führung durch die Synagoge teilzunehmen. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung beim Zentrum Erinnerungskultur erforderlich. Die Veranstaltung wird von Daniela F. Eisenstein, Monika Grübel und Christian Porzelt gestaltet.
Fazit: Ein Kunsterlebnis des Denkens und Erinnerns
Besucherinnen und Besucher erwartet kein klassischer Ausstellungsrundgang, sondern ein konzentriertes Kunsterlebnis an der Schnittstelle von Architekturgeschichte, Denkmalpflege und jüdischer Erinnerungskultur. Wer verstehen möchte, wie Räume Geschichte bewahren, verändern oder aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden lassen, findet hier wichtige Impulse. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Architektur mit geschärftem Blick wahrzunehmen und Erinnerung als lebendige gesellschaftliche Aufgabe zu begreifen.
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