Wolfgang Herzers „Pareidolien“: Wahrnehmung und Kunst beim Regensburger Galerienabend


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Wenn der Blick Gestalten entdeckt: Wolfgang Herzers „Pareidolien“ in Regensburg
Am Samstag, 26. September 2026, eröffnet in der STADTKUNST Regensburg die Ausstellung „Pareidolien“ von Wolfgang Herzer. Die Vernissage findet im Rahmen des Regensburger Galerienabends statt und lädt ab 18:30 Uhr zu einer konzentrierten Werkbetrachtung zwischen konzeptioneller Grafik, surreal anmutenden Bildwelten und persönlicher Wahrnehmung ein.
Ein Werkzyklus zwischen Zufall und Erkenntnis
Im Zentrum steht Herzers Werkzyklus „Pareidolien mit Hammer und Bleistift“. Das seit dem Jahr 2000 entstehende Work in Progress umfasst rund 1.000 datierte Einzelarbeiten im Format DIN A4. Der Begriff Pareidolie bezeichnet das menschliche Vermögen, in zufälligen Formen vertraute Bilder, Gesichter oder Figuren zu erkennen. Herzer macht diesen Wahrnehmungsprozess zum künstlerischen Ausgangspunkt.
Bleistift, Hammer und die Ästhetik des Unvorhersehbaren
Die Arbeiten verbinden konzeptionelle Grafik mit einer eigenwilligen, surreal anmutenden Bildsprache. Neben dem Bleistift spielt der Hammer eine zentrale Rolle. Linien, Spuren und Eingriffe verdichten sich zu visuellen Situationen, in denen das scheinbar Nebensächliche eine neue Bedeutung erhält. Die reduzierte Materialität lenkt den Blick auf Form, Rhythmus, Oberfläche und die feinen Verschiebungen zwischen Zufall und Gestaltung.
Wahrnehmung als kunsthistorisches Thema
Herzers Ausstellung berührt ein grundlegendes Thema der modernen und zeitgenössischen Kunst: Wie entsteht Bedeutung im Akt des Sehens? Die Werkgruppe untersucht Wahrnehmung, Zeit, Veränderung und persönliche Befindlichkeiten. Jede datierte Arbeit bewahrt dabei einen Moment und macht den fortlaufenden Charakter des Projekts sichtbar. Aus der seriellen Anlage entsteht eine besondere Ausstellungsatmosphäre, in der einzelne Blätter wie konzentrierte Beobachtungsräume wirken.
Kunsterlebnis beim Regensburger Galerienabend
Die Eröffnung ist Teil des Regensburger Galerienabends, der am 26. September 2026 zahlreiche Galerien, Kunstvereine und Ausstellungsräume miteinander verbindet. Wolfgang Herzer ist zur Eröffnung persönlich anwesend. Dadurch erhält die Werkbetrachtung eine unmittelbare, dialogische Dimension: Kunst erscheint nicht nur als fertiges Objekt, sondern als fortgesetzter Denk- und Arbeitsprozess.
Fazit: Eine Ausstellung für den zweiten Blick
„Pareidolien“ verspricht ein stilles, zugleich anregendes Kunsterlebnis. Die Ausstellung schärft den Blick für Spuren, Zufallsformen und verborgene Bildzeichen und eröffnet eine ästhetische Erfahrung zwischen grafischer Präzision und offener Imagination. Kunstinteressierte sollten die Vernissage live besuchen, um Herzers seriellen Werkzyklus in seiner räumlichen Wirkung und besonderen Ausstellungsatmosphäre zu erleben.
Offizielle Kanäle von Wolfgang Herzer:
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