Schnittmuster in der Sigismundkapelle: Kunst über Schutz und Berührung


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Schnittmuster: Kunst über Schutz, Nähe und Berührung
Die Vernissage Schnittmuster – von Schutz und Berührung bringt die künstlerischen Positionen von Isolde von Reusner und Franziska Lauber in der historischen Sigismundkapelle im Thon-Dittmer-Palais zusammen. Am 27. Oktober 2026 eröffnet die Stadt Regensburg eine Ausstellung, deren Titel bereits ein Spannungsfeld zwischen Körper, Material, Grenze und menschlicher Begegnung entwirft.
Zwischen Linie, Fläche und Körper
Isolde von Reusner arbeitet in unterschiedlichen Medien der bildenden Kunst: Malerei, Grafik, Illustration, Fotografie, Video, Installation und Objektkunst gehören zu ihrem künstlerischen Arbeitsfeld. Ihre Werke kreisen häufig um den Menschen in seinem Wirken und seiner Umwelt. Zeichnung und Malerei werden dabei zu präzisen Beobachtungsinstrumenten, während plastische Elemente den Übergang von der zweidimensionalen Fläche in den Raum markieren.
Schutz als kulturelle und körperliche Erfahrung
Der Begriff des Schnittmusters verweist auf Ordnung, Wiederholung und die Herstellung einer Form. Zugleich liegt darin eine körperliche Dimension: Kleidung schützt, verhüllt, berührt die Haut und prägt unsere Wahrnehmung des eigenen Körpers. Die Ausstellung eröffnet damit eine kunsthistorisch interessante Perspektive auf Nähe und Distanz, auf Hülle und Verletzlichkeit sowie auf die Frage, wie sich persönliche Erfahrung in Malerei, Zeichnung, Objekt und Installation einschreibt.
Die Ausstellungsatmosphäre der Sigismundkapelle
Die historische Sigismundkapelle bildet einen konzentrierten architektonischen Rahmen für die Werkbetrachtung. Zwischen sakral geprägter Raumwirkung und zeitgenössischer Kunst entsteht eine besondere ästhetische Erfahrung: Linien, Materialien und Körpervorstellungen treten in einen stillen Dialog mit Licht, Architektur und Bewegung. Das Kunsterlebnis lebt von der unmittelbaren Begegnung mit den Arbeiten und ihrer Wirkung im Raum.
Künstlerische Positionen im Dialog
Isolde von Reusners künstlerische Praxis verbindet spontane Beobachtung, malerische Verdichtung und die Erforschung materieller Formen. In früheren Arbeiten wurden menschliche Figuren, Bewegungen und gesellschaftliche Beziehungen in reduzierten Linien oder expressiven Farbflächen untersucht. Die gemeinsame Präsentation mit Franziska Lauber verspricht einen Dialog über Berührung als körperliches, emotionales und gesellschaftliches Phänomen.
Fazit: Eine Ausstellung für aufmerksame Blicke
Schnittmuster – von Schutz und Berührung lädt dazu ein, die Grenzen zwischen Innen und Außen, Körper und Raum, Schutz und Offenheit neu wahrzunehmen. Kunstinteressierte erleben eine Vernissage mit zeitgenössischer Malerei, Grafik und objekthaften Denkformen in einem außergewöhnlichen historischen Umfeld. Wer ästhetische Erfahrung, kulturelle Bildung und konzentrierte Werkbetrachtung verbinden möchte, sollte die Eröffnung in der Sigismundkapelle live besuchen.
Offizielle Kanäle von Isolde von Reusner:
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