Tschornobyl gestern – Risiken heute: Regensburg diskutiert Macht und Verantwortung


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Tschornobyl gestern, Risiken heute: Eine Diskussion über Macht und Verantwortung
Wie entstehen technologische Katastrophen – und welche Verantwortung tragen Menschen, Institutionen und Politik im Umgang mit Risiken? Die Podiumsdiskussion im Evangelischen Bildungswerk Regensburg widmet sich am 27. Oktober 2026 den Lehren aus Tschornobyl und ihrer Bedeutung für die Gegenwart.
Wenn technische Risiken zu gesellschaftlichen Fragen werden
Die schwerste Nuklearkatastrophe der Geschichte gilt nicht allein als Folge eines technischen Defekts. Im Mittelpunkt stehen auch falsche Entscheidungen, institutionelle Strukturen und die Frage, wie Macht kontrolliert und Verantwortung übernommen wird. Die Veranstaltung öffnet den Blick über die Kernenergie hinaus auf den Umgang mit komplexen Risiken unserer Zeit.
Podium mit regionaler und wissenschaftlicher Perspektive
Auf dem Podium diskutieren Oliver Groth von Bündnis 90/Die Grünen, Franz Waldmann vom Bund Naturschutz sowie Prof. em. Dr. Martin Creuzburg aus dem Fachbereich Physik der Universität Regensburg. Ihre unterschiedlichen fachlichen Zugänge verbinden politische Verantwortung, Umwelt- und Naturschutz sowie wissenschaftliche Einordnung.
Begleitprogramm zur Fotoausstellung
Die Diskussion findet im Rahmen der Fotoausstellung Tschornobyl 1986–2026: Schatten einer Ära von Julia Drahan statt. Die Fotografien führen in die Sperrzone von Tschornobyl und zeigen verlassene Orte wie Prypjat, das Dorf Kopatschi und die monumentale Antenne Duga. Zwischen sichtbaren Spuren des Verfalls und der zurückkehrenden Natur entsteht eine eindringliche Atmosphäre, die den Gesprächsabend inhaltlich vertieft.
Ein Abend für Austausch und kritische Reflexion
Das Veranstaltungserlebnis richtet sich an Menschen, die sich für Zeitgeschichte, Umweltfragen, Wissenschaft, Politik und gesellschaftliche Verantwortung interessieren. In der persönlichen Atmosphäre des Evangelischen Bildungswerks stehen nicht nur historische Fakten im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, welche Lehren sich für aktuelle Herausforderungen ableiten lassen.
Fazit
Die Podiumsdiskussion verbindet historische Erinnerung mit gegenwartsnaher Risikoanalyse. Besucherinnen und Besucher erwartet ein konzentrierter Abend mit politischen, ökologischen und wissenschaftlichen Perspektiven auf Tschornobyl und die Verantwortung moderner Gesellschaften. Der Eintritt ist frei – eine Spende unterstützt die Veranstaltung. Wer die Debatte nicht nur aus der Distanz verfolgen, sondern sich aktiv mit ihren Fragen auseinandersetzen möchte, erlebt hier einen wichtigen Abend des Regensburger Veranstaltungsprogramms.
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