Sacre - Ein Rausch im Theater Regensburg: Tanz trifft Ekstase am Bismarckplatz


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Sacre - Ein Rausch (UA): Ein Tanzabend zwischen Ekstase und Abgrund
Mit Sacre - Ein Rausch bringt das Theater Regensburg am Bismarckplatz einen intensiven Uraufführungsabend auf die Bühne, der Rausch, Ritual und kollektive Grenzerfahrung in ein vibrierendes Bühnenerlebnis verwandelt. Wagner Moreira verbindet Osvaldo Golijovs Nazareno mit Igor Strawinskys Le Sacre du Printemps zu einem Doppelabend, der erst feiert, dann verstört und schließlich tief in die Dramaturgie menschlicher Exzesse führt.
Wenn aus Feier ein Ritual wird
Der Abend beginnt mit einer wilden, ausgelassenen Party, getragen von Jugend, Hoffnung und der Versuchung des Augenblicks. Was als rauschhafte Energie anhebt, kippt in eine Nacht voller Spannungen. Die Inszenierung setzt auf starke Kontraste, auf Bewegungsenergie, körperliche Präsenz und eine Theateratmosphäre, die den Puls spürbar beschleunigt.
Strawinskys Kraft trifft auf zeitgenössische Tanzsprache
Im zweiten Teil verdichtet sich der Abend zu einer Auseinandersetzung mit Ritualen, Opferlogik und Gemeinschaft. Strawinskys berüchtigte rhythmische Brüche, die Unruhe der Taktwechsel und das berühmte Fagottsolo bilden den musikalischen Sog für eine moderne choreografische Lesart. Wagner Moreira nutzt diese Klangwelt, um die Schattenseite des Festes freizulegen: Was bleibt vom Rausch, wenn die Nacht endet?
Bühnenbild, Licht und körperliche Spannung
Die Produktion setzt auf starke sinnliche Reize. Laut Theater Regensburg kommen Nebel, stroboskopähnliche Effekte, Rauch, laute Musik und Soundeffekte zum Einsatz; zudem werden Drogenkonsum, physische Gewalt, Sexualität und Nacktheit thematisiert. Das Ergebnis ist ein intensives Zusammenspiel von Bühnenbild, Lichtstimmung und körperlicher Expressivität, das nicht auf Distanz bleibt, sondern das Publikum mitten ins Geschehen zieht.
Ein Abend mit Einführung und Nachgespräch
Zu allen Vorstellungen außer der Premiere gibt es 30 Minuten vor Beginn eine Einführung sowie im Anschluss ein Nachgespräch. Das macht den Abend nicht nur sinnlich, sondern auch diskursiv stark: ein Theatererlebnis, das ästhetische Wucht mit Reflexion verbindet.
Fazit
Sacre - Ein Rausch verspricht kein bequemes Tanztheater, sondern einen Abend von großer Intensität, musikalischer Wucht und choreografischer Präzision. Wer starke Bilder, prägnante Tanzkunst und eine Uraufführung mit Nachhall sucht, sollte dieses Gastspiel live erleben.
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