Elmar Lehnen

Elmar Lehnen

Quelle: Wikipedia

Elmar Lehnen: Der Organist, der die Marienbasilika in Kevelaer zum Klingen bringt

Ein Kirchenmusiker zwischen liturgischer Tiefe, Konzertkunst und klanglicher Strahlkraft

Elmar Lehnen, geboren 1965 in Hinsbeck am Niederrhein, gehört zu den prägenden Kirchenmusikern seiner Generation. Als Basilikaorganist an der Marienbasilika zu Kevelaer verbindet er liturgische Praxis, künstlerische Autorität und eine unverwechselbare Bühnenpräsenz an der Orgel. Seine Arbeit steht für eine Musikkarriere, in der geistliche Tradition, Improvisationskunst und Konzertformat auf überzeugende Weise zusammenfinden. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Lehnen))

Lehnens Profil ist das eines Musikers, der die Orgel nicht nur als liturgisches Begleitinstrument begreift, sondern als farbenreiches Klanguniversum. Pressestimmen und Veranstaltungsankündigungen beschreiben ihn als virtuosen Organisten, originellen Improvisator und Gastgeber eines Instruments, das in Kevelaer zur „Königin der Instrumente“ wird. Gerade diese Mischung aus Fachkompetenz, emotionaler Wirkung und regionaler Verankerung macht ihn für Musikliebhaber und Suchmaschinen gleichermaßen spannend. ([orgelbauverein-kevelaer.de](https://orgelbauverein-kevelaer.de/wp-content/uploads/2024/03/Die-beruehmte-Seifert-Orgel-in-Kevelaer-wurde-komplett-umgebaut.pdf))

Biografische Wurzeln: Von Hinsbeck nach Aachen, Paris und Kevelaer

Lehnens musikalischer Weg begann früh mit Klavierunterricht, führte aber über seinen Musiklehrer zur Kirchenorgel und schließlich zu Wolfgang Seifen, der zu einem entscheidenden Vorbild wurde. Seine Ausbildung absolvierte er an der Kirchenmusikschule St. Gregorius-Haus in Aachen; später unterrichtete er dort selbst Orgel und Chorleitung im Rahmen der C-Ausbildung. Weitere Studien führten ihn an die Schola Cantorum in Paris zu Jean-Paul Imbert, wo er 2001 das „diplome de concert“ mit Auszeichnung abschloss. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Lehnen))

Schon vor seiner Berufung nach Kevelaer sammelte Lehnen wichtige Praxiserfahrung als Kantor der Pfarrei St. Anna in Mönchengladbach-Windberg. Dort gründete er die Konzertreihe „Windberger Geistliche Konzerte“ und profilierte sich als künstlerischer Leiter mit Gespür für Programmdramaturgie und kirchenmusikalische Vermittlung. 1997 wurde er Preisträger beim ersten internationalen Orgelwettbewerb in Korschenbroich – ein früher Beleg für seine technische Souveränität und musikalische Eigenständigkeit. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Lehnen))

Der Schritt an die große Seifert-Orgel: Kevelaer als künstlerische Lebensmitte

Im Oktober 2000 wurde Elmar Lehnen als Nachfolger von Wolfgang Seifen zum Basilikaorganisten der Päpstlichen Marienbasilika zu Kevelaer berufen. Seitdem prägt er die tägliche feierliche Liturgie am Wallfahrtsort und verantwortet zugleich die renommierten Basilikakonzerte, die weit über die Region hinaus Beachtung finden. Die Verbindung von geistlichem Auftrag und internationaler Konzerttätigkeit bildet das Zentrum seiner künstlerischen Identität. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Lehnen))

Kevelaer ist für Lehnen nicht bloß Arbeitsort, sondern akustische Heimat. Die Marienbasilika mit ihrer großen Seifert-Orgel bietet ein Instrument, das klanglich enorme Spannweite verlangt und zugleich ermöglicht. Dass Lehnen dort nicht nur die Liturgie begleitet, sondern auch die Orgel als Konzertinstrument, Unterrichtsraum und improvisatorisches Labor nutzt, hebt ihn aus dem Feld der reinen Kirchenmusiker heraus. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Lehnen))

Chorleitung, Ensembles und kirchenmusikalische Gestaltung

Von 2008 bis Januar 2012 war Lehnen zusätzlich Chordirektor der Gemeinde St. Marien. In dieser Funktion leitete er Chöre, Streichorchester und Blasmusik und erweiterte sein Profil vom Organisten zum umfassend denkenden Kirchenmusiker. Diese Station zeigt, dass seine künstlerische Entwicklung nicht allein an der Orgel stattfand, sondern in der verantwortlichen Gestaltung ganzer musikalischer Strukturen. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Lehnen))

Auch die Zusammenarbeit mit dem zweiten Basilikaorganisten Paul Lammers und verschiedenen Vokal- und Instrumentalensembles gehört zu seinem Wirkungskreis. In der kirchlichen Praxis geht es dabei um mehr als Repertoirepflege: Lehnen formt Klangbilder, die Liturgie, Raum und Gemeinde miteinander verbinden. Seine Arbeit lebt von präziser Registrierung, stilistischer Flexibilität und einem ausgeprägten Sinn für musikalische Balance. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Lehnen))

Diskographie: Von geistlicher Klangkunst bis zur grenzüberschreitenden Improvisation

Die Diskographie von Elmar Lehnen dokumentiert einen Künstler, der das klassische Orgelrepertoire stets um experimentelle und dialogische Formate erweitert hat. Zu den belegten Veröffentlichungen zählen unter anderem „Gegrüßet seist du, Königin – Marienklänge aus Kevelaer“ mit Stefanie Brijoux und dem Kinderchor der Marienbasilika, „Hört der Engel helle Lieder“, die DVD „Bauet Orgeln mit Liebe und Sorgfalt“, „Ajoutez la trompette!“ mit International Brass, „Salve regina: Klangbilder marianischer Choräle“ sowie „Requiem“ und „Seven“ mit Hansjörg Fink. Diese Aufnahmen zeigen eine künstlerische Handschrift zwischen sakraler Tradition, klanglicher Opulenz und improvisatorischer Freiheit. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Lehnen))

Besonders prägend ist die Zusammenarbeit mit dem Posaunisten Hansjörg Fink. Audite beschreibt „Requiem“ als ungewöhnliche Reise zwischen Improvisation und traditionellen Requiemschorälen, in der liturgische Tiefe auf jazzige Lebendigkeit trifft. „Seven“ erweitert dieses Konzept um sieben Fragmente zu Schöpfungsmythen und verbindet Jazz-Elemente, komponierte Musik und orchestrale Klangforschung mit der großen romantischen Orgel von Kevelaer. ([audite.de](https://audite.de/en/product/SACD/92660-requiem_for_trombone_and_organ.html?utm_source=openai))

Stil und Interpretation: Improvisator mit Sinn für Architektur und Emotion

Lehnens Stil ist von der romantischen Orgelästhetik ebenso geprägt wie von der Kunst der freien Improvisation. Die Rezensionen heben hervor, dass er Virtuosität mit Spieltrieb verbindet und die enorme Klangvielfalt der Kevelaerer Seifert-Orgel nicht als bloße Masse, sondern als differenziertes Farbsystem versteht. Dieses Denken in Klangfarben, Schichten und dynamischen Übergängen zeigt einen Musiker, der nicht nur spielt, sondern architektonisch organisiert. ([orgelbauverein-kevelaer.de](https://orgelbauverein-kevelaer.de/wp-content/uploads/2024/03/Die-beruehmte-Seifert-Orgel-in-Kevelaer-wurde-komplett-umgebaut.pdf))

Auch die emotionale Dimension ist zentral. Lehnen selbst beschreibt, dass ihn Tränen der Rührung im Publikum berühren, wenn vertraute Lieder in der Basilika erklingen. Diese Aussage verdeutlicht, wie eng bei ihm musikalische Exaktheit, seelsorgerische Verantwortung und unmittelbare Wirkung zusammenspielen. Sein Orgelspiel zielt nicht auf Distanz, sondern auf Resonanz – im Raum, im Gottesdienst und im Hörerlebnis. ([kirche-und-leben.de](https://www.kirche-und-leben.de/artikel/top-thema-kirchenmusik-bistum-muenster-elmar-lehnen-organist-gewaltige-basilika-orgel-kevelaer))

Kultureller Einfluss: Kevelaer als Klangort mit Ausstrahlung

Lehns Wirken ist untrennbar mit der kulturellen Identität Kevelaers verbunden. Die Basilika dient als Wallfahrtsort, Konzertort und akustische Visitenkarte einer Stadt, in der Kirchenmusik seit Jahrzehnten öffentlich wahrnehmbar ist. Lehnen organisiert nicht nur Programme, sondern prägt ein Klangbild, das Pilger, Konzertpublikum und Fachwelt gleichermaßen erreicht. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Lehnen))

Auch die Restaurierung und klangliche Neuausrichtung der Basilika-Orgel machten seine Expertise sichtbar. Berichte aus dem Jahr 2024 schildern, wie Lehnen das restaurierte Instrument nach jahrelanger Arbeit wieder in voller Klangfülle erlebbar machte und dabei unmittelbar mit Fragen der Intonation, Registerbalance und Hörwahrnehmung arbeitete. Das ist Kirchenmusik auf höchstem Niveau: technische Präzision, historisches Bewusstsein und künstlerische Verantwortung in einer Person. ([orgelbauverein-kevelaer.de](https://orgelbauverein-kevelaer.de/wp-content/uploads/2024/03/Kevelaer_-Restaurierte-Basilika-Orgel-ist-jetzt-gestimmt.pdf))

Aktuelle Projekte und öffentliche Präsenz

Auch in den Jahren 2025 und 2026 bleibt Lehnen präsent, vor allem im Umfeld von Kevelaer und in Kooperationen mit Hansjörg Fink. Offizielle Veranstaltungsseiten kündigen eine geführte Orgeltour in der Marienbasilika für den 10. Januar 2026 an, bei der Lehnen Einblicke in seine Arbeit und die Geschichte der Seifert-Orgel gibt. Zudem führt audite für März 2026 das Projekt „Vitraux“ mit Hansjörg Fink und Elmar Lehnen an, was seine fortdauernde Aktivität als konzertierender Künstler bestätigt. ([kevelaer-marketing.de](https://kevelaer-marketing.de/event/gaestefuehrung-die-koenigin-der-instrumente/?utm_source=openai))

Die Relevanz seines aktuellen Schaffens zeigt sich auch darin, dass kirchliche und kulturjournalistische Medien ihn im Januar 2026 erneut ins Zentrum stellten. Die Berichte betonen seine Nähe zu den Menschen, seine Fähigkeit zur spontanen musikalischen Reaktion und die anhaltende künstlerische Energie nach mehr als 25 Jahren an der Basilika. Das macht ihn zu einer Persönlichkeit, deren Musikkarriere nicht in der Vergangenheit verharrt, sondern fortlaufend neue Klangräume öffnet. ([kirche-und-leben.de](https://www.kirche-und-leben.de/artikel/top-thema-kirchenmusik-bistum-muenster-elmar-lehnen-organist-gewaltige-basilika-orgel-kevelaer?utm_source=openai))

Fazit: Ein Organist mit Ausstrahlung, Tiefe und Profil

Elmar Lehnen steht für eine seltene Verbindung aus kirchenmusikalischer Disziplin, improvisatorischer Fantasie und emotionaler Unmittelbarkeit. Er ist kein bloßer Verwalter einer Orgelstelle, sondern ein künstlerischer Gestalter, der aus der Marienbasilika in Kevelaer einen lebendigen Musikort gemacht hat. Wer Kirchenmusik mit Substanz, Klangkultur und spiritueller Präsenz sucht, findet bei ihm einen herausragenden Vertreter seines Fachs. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Lehnen))

Spannend bleibt an Elmar Lehnen vor allem seine Fähigkeit, Tradition und Gegenwart miteinander zu verschränken. Seine Aufnahmen, seine liturgische Arbeit und seine Konzertpraxis zeigen einen Musiker, der die Orgel als universelles Ausdrucksmittel versteht. Ihn live zu erleben bedeutet, einen Klangraum zu betreten, in dem Technik, Glauben und Kunst zu einem eindrucksvollen Ganzen werden. ([audite.de](https://audite.de/en/product/SACD/92660-requiem_for_trombone_and_organ.html))

Offizielle Kanäle von Elmar Lehnen:

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Quellen: