Holy Electricity im Kulturraum Vor der Grieb: Georgisches Kino als poetisches Kunsterlebnis


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Holy Electricity: Ein poetischer Blick auf Georgien zwischen Alltag und Wunder
Am 7. November 2026 zeigt der Kulturraum Vor der Grieb in Regensburg den georgischen Film Holy Electricity von Tato Kotetishvili. Die Vorführung beginnt um 18:00 Uhr und verbindet kunstvolle Bildgestaltung mit einer ebenso absurden wie berührenden Geschichte aus Tiflis.
Eine Stadt voller Licht, Zufälle und menschlicher Nähe
Im Zentrum stehen Gonga und Bart, zwei Männer, die sich auf einem Schrottplatz ihren Lebensunterhalt sichern. Als sie Kisten voller Metallkreuze entdecken, verwandeln sie die Fundstücke in farbig beleuchtete religiöse Objekte und ziehen damit durch die Straßen der georgischen Hauptstadt. Aus Altmetall entsteht eine eigentümliche Form von Kunsthandwerk, Geschäftsidee und urbaner Poesie.
Zwischen Komik, Gesellschaftsbild und magischem Realismus
Tato Kotetishvili inszeniert Tiflis als lebendigen filmischen Erfahrungsraum. Rostige Fahrzeuge, kitschige Innenräume, leuchtende Kreuze und beiläufige Begegnungen verbinden sich zu einer Ästhetik, die zwischen dokumentarischer Beobachtung und märchenhafter Überhöhung changiert. Der Film betrachtet Menschen, Energie und gesellschaftlichen Wandel mit Humor, Zärtlichkeit und einem präzisen Gespür für visuelle Details.
Film als ästhetische Erfahrung
Die Kamera führt durch eine Stadt, in der materielle Not, Erfindungsgeist und religiöse Symbolik aufeinandertreffen. Licht wird zum erzählerischen Material: Es markiert Hoffnung, Verführung und die fragile Schönheit des Alltags. Die Werkbetrachtung eröffnet dabei einen Zugang zum zeitgenössischen georgischen Kino und zu einer Kunstrichtung, die soziale Wirklichkeit mit poetischen und absurden Bildern verdichtet.
Der Regisseur Tato Kotetishvili
Tato Kotetishvili wurde 1987 in Tiflis geboren. Er arbeitet als Regisseur und Kameramann und studierte zunächst am Theater- und Filminstitut in Tiflis, bevor er seine Ausbildung an der Polnischen Filmschule in Łódź fortsetzte. Holy Electricity ist sein erster Langfilm und wurde als Entdeckung eines eigenständigen filmischen Talents gewürdigt. Die internationale Festivalrezeption hebt besonders die Verbindung aus schwarzem Humor, visueller Fantasie und liebevoller Gesellschaftsbeobachtung hervor.
Fazit: Georgisches Kino im besonderen Ausstellungsraum
Das Regensburger Kunsterlebnis richtet den Blick auf ein ungewöhnliches Filmwerk, das Stadt, Spiritualität und soziale Wirklichkeit in leuchtende Bilder übersetzt. Besucherinnen und Besucher erwartet eine eigenwillige filmische Ästhetische Erfahrung zwischen Komödie, Sozialporträt und urbanem Märchen. Wer zeitgenössisches Kino und kulturelle Bildung in konzentrierter Atmosphäre erleben möchte, sollte diese Vorführung live im Kulturraum Vor der Grieb besuchen.
Offizielle Kanäle von Tato Kotetishvili:
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