Geistlicher Missbrauch in geistlichen Gemeinschaften: Theologie und Verantwortung in Regensburg


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Geistlicher Missbrauch verstehen: Theologie, Macht und Verantwortung im Dialog
Wo Glaube Menschen stärkt, entsteht Gemeinschaft. Wo geistliche Autorität jedoch missbraucht wird, können Abhängigkeit, Gewissensdruck und tiefe Verletzungen entstehen. Die Ringvorlesung an der Universität Regensburg widmet sich am 11. November 2026 dem Thema geistlicher Missbrauch in geistlichen Gemeinschaften und eröffnet einen sachlichen, theologisch fundierten Raum für Erkenntnis, Aufarbeitung und Prävention.
Theologische und institutionelle Bedingungsfaktoren
Im Mittelpunkt stehen die Bedingungen und Strukturen, die geistlichen Missbrauch begünstigen können. Die Veranstaltung fragt nach dem Zusammenspiel von religiösen Deutungen, Gemeinschaftsordnungen, Leitungsverantwortung und institutionellen Abhängigkeiten. Dabei verbindet sie theologische Reflexion mit einer kritischen Analyse von Macht, Vertrauen und geistlicher Begleitung.
Vortrag von Prof.in Dr. Judith Könemann
Referentin ist Prof.in Dr. Judith Könemann von der Universität Münster. Sie forscht zu den strukturellen Bedingungen und Mechanismen, die geistlichen Missbrauch in religiösen Gemeinschaften ermöglichen. Im Rahmen des Forschungsprojekts zu geistlichem Missbrauch in geistlichen Gemeinschaften wurden unter anderem religiöse Praktiken, theologische Überzeugungen und anthropologische Konzepte untersucht, die missbräuchliche Dynamiken fördern können.
Teil der Ringvorlesung Missbrauch in Institutionen
Der Termin gehört zur öffentlichen Ringvorlesung Missbrauch in Institutionen. Die Reihe beleuchtet sexuelle Gewalt, spirituellen Missbrauch und systemische Abhängigkeitsverhältnisse aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven. Beiträge aus Theologie, Rechtswissenschaften, Sozialer Arbeit, Prävention und Journalismus führen zu einer interdisziplinären Auseinandersetzung mit Entstehungsbedingungen, Machtdynamiken und Aufarbeitungsstrategien.
Einladung an Studierende und interessierte Öffentlichkeit
Die Veranstaltung richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen sowie an alle Interessierten. Der Vortrag findet im Hörsaal H18 der Universität Regensburg statt und kann zusätzlich per Zoom verfolgt werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist kostenfrei.
Fazit: Wissen schafft Schutz und Orientierung
Besucherinnen und Besucher erwartet eine konzentrierte theologische und institutionelle Analyse eines sensiblen Themas. Die Veranstaltung verbindet Fachwissen, Verantwortungsbewusstsein und den Blick auf präventive Wege. Wer geistliche Gemeinschaft, Seelsorge und kirchliche Verantwortung aufmerksam reflektieren möchte, erlebt hier einen wichtigen Beitrag zu Aufarbeitung, Schutz und einer glaubwürdigen Spiritualität.










